Echo vom Pilatus

Hergiswil am See

  

 

Ob.- und Nidwaldner Kant. Nachwuchsschwingertag, Samstag, 25. April 2026 und 121. Ob.- und Nidwaldner Kantonalschwingfest, Sonntag, 26. April 2026

Als Vorbote für das am Sonntag, stattfindende Ob- und Nidw. Kantonalschwingfest gehörte die Arena beim Schulhaus Matt dern Schwingernachwuchs.

Bei traumhaften Bedingungen konnte dieser Anlass ausgetragen werden. Einmal mehr war dieses Kräftemessen vom schwingenden Nachwuch von perfekter Organisation made in Hergiswil begleitet. Das prächtige Wetter wirkte regelrecht einladend, was zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen führte., parkplatzmässig aber keine Engpässe auslöste. Und wer keinen Parkplatz in der Nähe fand, scheute sich nicht es bitzli z’Fuess z’gah. Die Lebendpreise für den Sonntag konnten nicht begutachtet werden, dafür lockte der reichhaltige Gabentempel zum Besuch.
Hergiswil war gerüstet für das sontägliche Kantonalschwingfest und gab unter OK-Präsident und Gemeindepräsident Daniel Rogenmoser eine ausgezechnete Visitenkarte ab.

Die sonntäglich Ausgabe war ein Ebenbild vom Samstag und bescherte den Organisatoren prächtiges Schwingerwetter und den Besuchern optimale Voraussetzungen zur Betrachtung der Schwingerelite aus dem ONSV-Verbandsgebiet wie auch den Gästeschwingern aus den verschiedenen Verbandsgebieten.

Mä hätt chennä Wettbüro’s uiftue wer dä Hosälupf gwinne wird, de s’hed grad e paar Uishängeschilder uf der Teilnähmerleyschtä gha wo hech dotiert gsi sind und als Sieger ghandled worde sind. Lukas Bissig, Marcel Bieri, Lars Voggensperger, Sven Schurtebärger:, Marc Lustebärger und und und. We gsäch’s mid ein us Ob- oder Nidwalde-n-uis? Der Kenner weiss, dass es 6 Gäng gid und fir 2 bringt der Schlussgang d’Entscheidig ubere Sieg. Dä hend der Michael Gwerder Brunnä und de Christian Zämp us Chärns bestrittä. Dä Fight hed de Schwyzer i der 8. Minuitä zu seynä Gunschtä entschiede.
Wo gschwunge wird, wird ai g’jodlet, Alphorn blase, Fahne gschwngä und Blasmuisig gspielt. S’«Echo vom Pilatus» hed drey Uiftritt gha, zwe i der Arena und einä im Fäschtzält, Der Letscht isch sehr undanlkbar gsi, will me weiss, dass nur redend g’ässä wird. und zwar soo luit, dass me’s eiget Wort schiär nimmä verschtahd. Aber äbä, äs isch we’s isch, abhaggä und vergässä.
3422 Zueschaier diä Schwingfäschtouvertüre vo de kantonale Fäschter z’Hergiswil erläbt, wo hervorragend organisiärd wordä-n-isch. S’Lopperdorf hed sich vo seynere fäschtlichä Seytä zeigt und isch ä härzliche Gaschtgäber gsi .Mä darf mit guetem Grund sägä: Dankä viel Mal..iär hend das super gmacht, sodass mier mier gärä wieder eiinsch chemid.

Geglücktes Jodlerkonzert am 28. März 2026 im Loppersaal

Nach vierjähriger Bühnenabwesenheit wagten wir uns an das Projekt «Jahreskonzert 2026» heran. Für 17 Personen war dies eine Mammutaufgabe, die schliesslich mit Elan, Ehrgeiz, ganz viel gutem Willen und vor allem stolzerfüllend realisiert werden konnte.

Fast profimässig sind die Vorbereitungen in die Hand genommen und auf verschiedene Schultern verteilt worden. «Drahtzieher» dieses Unterfangens war Ehrenpräsident Stefan Thalmann. Er, der nicht weniger als 22 vorangegangene Jodlerkonzerte als OKP über die Bühne brachte, zog routienemässig die Fäden. Logisch erscheint, dass nach vier Jahren nicht alles wie am Schnürchen verlief, aber mier hend’s gschafft und dies ist wohl das Wertvollste der «Konzert-Ausgabe 2026»

«Läbesfreid» war ausschlaggebend
In der Tagespresse und im Nidwaldner Blitz waren Vorberichte zu lesen, die den Wert von «Läbesfreid» erläuterten, was Lebensfreude bedeutet und was es ausmacht, das Schöne im Moment zu spüren – und es mit anderen zu teilen. Und mit diesem Zitat gelang es dem Gesangsgremium «Läbesfreid» zu vermitteln und glaubhaft rüberzubringen.

Aufwendige Proben
Es waren zweifellos anstrengende Trainingseinheiten, die uns erwarteten. Jeden Dienstagabend ab 19.00 Uhr waren verschiedene Register zur Spezialprobe geladen, wo Text, Melodie und vorallem Aussprache intensiv geübt worden sind, damit alles einheitlich klingend daher kommt. Ab 20.00 Uhr sind dann, nach intensivem Einsingen, die vorangegangenen Passagen zusammengeführt worden und dies hiä und da bis zum geht nicht mehr. Es liegt nicht in unserem Ermessen zu beurteilen ob dies lohnenswert war oder nicht. Eines aber ist ganz klar; wenn’s vielleicht neyd oder nid viel gnitzt hed, g’schadt hed’s uf jedä Fall nid.

Vergnüglicher Konzertabend
Zugegeben s’isch ä gfreiti Sach gsi und hed sich glohnt. Dies bestätigen auch die klubinternen Reaktionen, wie auch die Bilder und Tonaufnahmen, die auf verschiedenen Kanälen abrufbar sind. Obwohl kantonsintern weitere Veranstaltungen angesagt waren, so liessen sich rund 400 Besucher diesen läbesfreidigen Konzertabend nicht entgehen. (Mutmassungen zufolge hed’s vielleicht derä druntert gha wo der Gwunder bissä hed we mier singid. Cha-n-eys ja gleych sey will: was ich nich weiss macht mir nicht heiss)

Unverkennbares «Barmettler-Holz»
An diesem Abend waren sämtliche Akteusen und Akteure notwendig. Angefangen bei unserer Dirigentin Silvia Windlin, den Jodlerinnen, 2. Jodlern, 1. & 2. Tenören und den 1. & 2. Bässen. Ohne die Leistung aller Beteiligten zu schmälern, die Frage: «Was miächtid Iär ächt ohni Barmettler?» würde im Raum stehen bleiben. Die Antwort ergibt unmissverständlich klare Verhältnisse:Unverzichtbar! Denn was «unsere» Manuela, Mina oder Manu im Vorfeld und an diesem Samstagabend abrief, war Sonderklasse, Ob Dekorateurin, Solojodlerin, im Duett mit Bruno Hodel, in der Kleinformation und den Klubvorträgen, sie stellte souverän ihre Frau und überzeugte auf eindrückliche Weise. Fürwahr sie isch fir eys es Gschänk vom Himmel. Manuela fir deys Tue und Wirkä zu Gunstä vom «Echo vom Pilatus» 1000 Dank!!!!

Runa, der absolute Volltreffer!
Keck, unbekümmert, souverän, wortgewandt und vortrefflich führte die 11- jährige Schülerin durchs Programm. Sie war der Publikumsliebling, hed alles abbäputzt, eroberte die Herzen im Nu und ist ein Versprechen für die Zukunft.
Einleitend sagte sie, dass:
s’Muetti hed vor Tagä gseid
Runa-Schatz ich hätti Freid                                               
wenn dui Luscht und Giäti hättisch                                           
und d’Konzärt-Asaag machä dättisch

Ich ha mier gseid da steyg ich ii
bi zwar erscht elfi und nu Schiäleri
ich bi-n-es difig’s, jung und schlai
vor grossä Leyt redä, cha-n-ich ai
diä Uifgab nimm ich ganz gärn aa
ich findes cool drum stah-n-ich da


Zu jeder Formation fehlten die Informationen nicht und bezüglich dem Gastklub Hasle-Rüegsau meinte Runa:
Bärner sind’s, ja das weiss jedä
sie chenid leider nid schnäll redä
s’teend chley komisch i dä Ohrä
wenn’s hit nid chemid chemid’s moorä

und zu den Stöckli-Buebe hielt sie fest:
Und jetz gid’s Muisig, jetz gahds los
mier gherid d’
Stecklibuebe Ännämoos 
vom Schottisch Ländler, Mazurka
ai Walzer, Polka chamä ha                                                          
orgele dend der Armin und der Beat der André am Bass
das Trio das isch super, muisigä macht nä Spass
ich ha da nur ei grossi Bitt
losid zue und schnorid nid!!

was das sehr disziplinierte Publikum mit schallendem Gelächter und Sponanapplaus quittierte.

Kurz und bündig schloss sie ihre Bühnenpräsenz mit
Fir mich isch Schluss, und d’Arbet gmacht
chemid gued hei, ich säg Guet Nacht!

Das Jodlerkonzert 2026 hallt nach und bleibt in guter Erinnerung. Mit der Erkenntnis, dass mä eys gherä darf, nehmen wir den weiteren Verlauf des Jodlerjahres in Angriff und sind bestrebt dem Motto unseres Jahreskonzertes «Läbesfreid» zu streuen und zu verschenken.

112. Delegiertenversammlung des Eidg. Jodlerverbandes Samstag, 7. März 2026 10.30 Uhr in Uzwil

Unter derm Vorsitz von Karin Niederberger, die zum 17. Male Sitzungsleiterin war, tagte der Jodlersouverän in der Nordostschweiz und durfte Gast beim Jodlerclub Uzwil sein. Die 13 Traktanden umfassende Geschäftsordnung gab zu keinen Debatten Anlass und konnte pünktlich begonnen und beendet werden.

Mit einem feierlichen Einzug der Zentralfahne unter Alphorn- und Bücheltönen, dargeboten vom Trio Animato und dem Schwingen der Kantonsfahnen, wo jene der Kantone Nid- und Obwalden, Luzern, Schwyz, Zug und Tessin fehlten, erfolgte der traditionelle Auftakt. Unter dem Dirigat von Matthias Zogg, dem Komponisten von «Kamerade» erklang dieses Werk. Danach informierte Karin, dass Zentralsekretär Hector Herzig krankheitsbedingt fehle, sodass Jospeh Iten für ihn das Protokoll verfasse. Mahnend hob sie hervor, dass das Begleichen vom «Lebendig-Abo» sehr schleppend verlaufe und zu Bedenken Anlass gebe.
Das Protokoll der DV 2025 erfuhr Genehmigung, genauso wie die Jahresberichte der Sparten-Obmänner. Ein stilles Memento galt Urs Bloch, Ernst Fenner, Georg Heimann, Peter Portmann und Beat Kull.
Finanziell steht der Verband solid da, obwohl die Abgaben und Beiträge je länge je mehr Aufwand erfordern. Die Rechnung für 2025 und das Budget für das laufende Jahr das ein Defizit vorsieht, erfuhren Genehmigiung. Der Mitgliederbeitrag pro 2027 bleibt unverändert Fr. 58.-
Die errechneten Quorumszahlen der Delegierten ergab 200 stimmberechtigte Delegierte wovon 178 anwesend waren. Anhand der publizierten Zahlen in der Broschüre der Mitgliederversammlung von Galgenen 2026 ergab, dass 762 Gruppen dem EJV angehören.

32. Eidg. Jodlerfest Basel 26. -28. Juni 2026
In 112 Tagen wird es soweit sein. Dani Buser vom OK informierte über das Festprogramm dieses Events, für den 1200 Anmeldungen vorliegen, leider aber 25 Klubs weniger als in Zug. Als Jurypräsidentin amtet Karin und die Jurymitglieder können ihres Ames walten. Bezüglich Berichterstattung sind verschiedene Personen im Einsatz und die Fähnriche sind auch schon bestimmt
1. Eidg. Jugendjodlerfest in Grindelwald vom 11. bis 13. September 2026
OK-Präsidentin Heidi Schlunegger teilte mit, dass 800 Aktive erwartet werden. Momentan sind es deren 658 und 86 Begleiter. Die Anfahrt mit der Bahn kostet 30.- und das Festabzeichen 25 Franken. Es gibt keine Parkplätze in Grindelwald, folglich ist nur eine Anreise mit dem ÖV möglich. Erhältlich sind Ferienwohnungen für 2 Tage. Grindelwald erwartet eine grosse Festgemeinde und freut sich auf das Kommen vieler Besucher.
Der Nachwuchsförderpreis 2026 des EJV geht an den Weggiser Fähnler Anton Camenzind.

33. Eidg. Jodlerfest 2029
Auf Vorschlag vom Bernisch Kantonalen Jodlerverband wird Burgdorf vom 1 .bis 3. Juni 2029 Austragungsort sein. Der designierte OK-Präsident Franceso Rappa empfahl «Burthlef» als Festort, das das das EJV-Fest bereits 1981 beherbergte.
Zur 113. DV EJV, die voraussichtlich am 13. März 2027 stattfinden wird, trifft man sich im Solothurner Jura als Gast vom Jodlerklub Ramiswil.
Gody Studer, Escholzmatt ist verdientermassen mit dem Stuker-Legat ausgezeichnet worden. Das Quintett Studer Godi jun./ Roland Zemp / Bernadette Roos / Yvonne Fend / Sämi Studer überbrachte mit «mys Briefli» (Fred Stocker) eine überzeugende Gratulation.

Nach dem Schlusslied «Bi üüs obe» (Fred Kaufmann) lud der Apero zum Verweilen ein, ehe
um 17.00 Uhr der gedeckte Tisch zum Bankett lud. Na-dis-na löste sich die Tagungsgemeinde auf und begab sich auf den Heimweg.

Erfolgreicher Probesonntag am 1. März 2026

Die Erwartungen dieses Probesonntags wurden nicht nur erfüllt, sondern übertroffen – ein starkes Signal für den weiteren Verlauf des Projekts. Das Konzert vom 28. März kann kommen.

Es ist zwar nicht jeder Frau’s und Manns Sache die sonntägliche Morgenruhe zu unterbrechen um seinem Hobby zu frönen. Aber eben… was machsch nid alles derfir.
So traf sich das Gesangsgremium heute Morgen bereits am halbi Neyni im Probelokal um eine Probeeinheit von rund 3 1/2 Stunden zu absolvieren. Nach dem Aufwärmen der Stimmen sind dann die Konzertlieder und Juiz intensiv auf Aussprache, Text und Melodie getestet worden. Es war ein hartes Stück Arbeit für alle das vor uns lag, das wir auf uns nahmen und Aufschluss gab, welche Fortschritte an den Proben erzielt worden sind und was es noch braucht bis sie Konzertreife erlangen.

«Wir sind voll auf Kurs» lautete der Kommentar unserer Dirigentin, die nichts anbrennen lässt und versucht ist, allfällige Fehler per sofort zu eliminieren. Was nicht oder noch nicht sitzt, wird repetiert, bis es ihren Vorstellungen entspricht. Spürbar war, dass sich jede und jeder dieser Probenintensität bewusst war und wenn’s vielleicht innerlich Mühe machte., so gab man sich keine Blösse und biss auf die Zähne.
An der guten Laune sowie ausreichender Tranksame und Verpflegung fehlte es nicht. Frau Dirigentin offerierte feine belegte Brötli, Vorjodlerin Manuela hatte in aller Gschwindi noch einen Kuchen gebacken und Wirtin Daniela brachte Nussstängili zum Kaffee mit. Somit kam neben dem gesanglichen auch das leibliche Wohl nicht zu kurz.
Dieser Probesunntig war intensiv, streng, aber sehr lehreich. sodass das Fazit lautet ganz klar: Ziel erreicht!
Der Autor liess sich zu nachstehenden Versen hinreissen:

Am Sunntigmoirge friäh go singä
und i dä heechschtä teenä schwingä
da stahd me nid so gärä uif
das bruicht de ganz ä tiäfä Schnuif

Und wen diä Teen nid glingä wend
und eifach nid zum Muil uis wend
de warted mä halt uf diä Stund
bis rein und scheen dertharä chund:

Und isch diä Proberey verbey
darfsch mid dier sälber z’friedä sey
hesch alli Teen ganz richtig preicht
dermit es grosses Ziel erreicht
das macht dich glicklich und ai froh
diä Prob isch super uisächo
singsch gärä weyter bisch niä miäd
will singä isch e prächtig’s Liäd

105. Mitgliederversammlung des ZSJV in Galgenen

Die erste Mitgliederversammlung am 7. Februar 2026 verlief zügig und die reichhaltige Traktandenliste erfuhr weitgehend diskussionslose Genehmigung. Der Schwyzer Patrick Roth übernimmt neu das Präsidium, Daniela Bieri aus Kriens, verwaltet die Finanzen und Samanta Achermann versieht das Amt der Sekretärin. Herausfordernd bleibt hingegen die Vergabe von Jodlerfesten. Die Tagung erlebte in Ivo Steiner eine ausgezeichnete Führung.

Nach musikalischemn Auftakt durch die Alphorngruppe «Frauenschüehli» aus Morgarten mit Fahnenschwinger-Begleitung und dem Darbieten vom «Geburtstagsjuiz» im Gesamtchor, eröffnete Vizepräsident Ivo Steiner die Versammlung im Tischmacherhof Galgenen. Er begrüsste 479 stimmberechtigte Verbandsmitglieder sowie Gäste aus dem Zentralvorstand, weiteren Unterverbänden und politische Grössen. Insgesamt verfolgten rund 550 Personen die Tagung.

 Präsidialer Rückblick
In seinem ausführlichen Jahresbericht (abrufbar auf www.zsjv.ch) blickte der Vorsitzende auf ein bewegtes Vereinsjahr zurück. Die ordentlichen Verbandsgeschäfte – insbesondere Kurswesen, Nachwuchsförderung und Administration – verlangten erneut einen erheblichen zeitlichen Einsatz. Zusätzlichen Effort erforderten gemäss Pflichtenheft die Neubesetzung der Vorstandsvakanzen sowie Planung, Organisation und Durchführung verschiedener Tagungen und Anlässe. Höhepunkt des Jahres 2025 war zweifellos das 66. Zentralschweizerische Jodlerfest in Menznau.

Robert Fellmann Stiftung und Mitgliederbewegung
Stiftungsratspräsident Richard Huwiler berichtete sichtlich erfreut und stolz, dass sich der gleichnamige Liederverlag inzwischen zum grössten seiner Art in der Schweiz entwickelt hat. Die Nachfrage war im Jahr 2025 erneut hoch, denn 876 Bestellungen wurden bearbeitet, was die anhaltende Bedeutung von Fellmanns Werk eindrucksvoll unterstreicht. Besonders grosszügig zeigt sich die Stiftung im Gedenkjahr zum 75. Todestag von Robert Fellmann. Alle Mitwirkenden des EJV-Jodlerfestes in Basel, die eine Fellmann-Komposition vortragen, erhalten die entsprechenden Partituren kostenlos – ein schönes Zeichen der Wertschätzung gegenüber allen, die sein musikalisches Erbe weitertragen.
Mitgliederadministrator Alfons Birbaum informierte, dass der Mitgliederbestand stabil geblieben ist. Per Ende November 2025 zählte der ZSJV 3’786 Personen, was ein starkes Fundament für die Zukunft bedeutet.

Grossartiges Jodlerfest in Menznau
Am letzten Juni-Wochenende 2025 wurde Menznau zum Herzstück des Luzerner Hinterlandes erkoren. 2100 Aktive und rund 70'000 Besucherinnen und Besucher feierten gemeinsam das 66. Zentralschweizer Jodlerfest. Der Jodlerklub «Bergfriede» und der Turnverein KTV Menznau führten den Grossanlass mit einer beeindruckenden Kraft durch, die sich auf die Bevölkerung und die unzähligen Vereine aus der Region übertrug. Mehr als 1000 Helferinnen und Helfer schenkten dem Fest ihre Zeit und ihre Identität. Was besonders berührte, war die Wärme, Hingabe und Herzlichkeit der Dorfgemeinschaft. Jede und jeder – ob auf der Bühne oder im Publikum – fühlte sich in Menznau wie zu Hause. Das Motto «zäme met Freud debi» war echte, gelebte Realität.

Finanzen und Wahlen
Silvia Hafner präsentierte eine solide Verbandsrechnung, die wiederum mit Mehreinnahmen zu Buche steht. Das Budget für 2026 sieht einen kleinen Verlust vor. Der eingereichte Antrag, den Mitgliederbeitrag von 58 auf 50 Franken zu senken erfuhr klare Ablehnung
Die präsidentenlose Zeit des ZSJV ist Geschichte, denn Patrick Roth, aus Schwyz übernimmt das Präsidium. Neue Kassiererin wird Daniela Bieri, Kriens und das Sekretariat übernimmt Samanta Achermann aus Bürglen/UR. Weiterhin gesucht wird eine Person für die Unterverbandsberichterstattung des ZSJV.

1. Eidg. Jugendjodlerfest in Grindelwald vom 11. - 13. September 2026
Spitzenmässige Konturen weist der bevorstehende Event Im Berner Oberland auf. Schon der sehr professionelle Videoclip war ein ausgezeichneter HIngucker und macht Lust hinzughen. Das arbeitsfreudige Organisationskomitee unter Heidi Schlunegger hat vorzügliche Arbeit geleistet und besticht mit solventer Festvorbereitung, sodass der Aufenthalt in Grindelwald für Teilnehmer und Besucher zur bleibenden Erinnerung wird.
Organisationsflaute für Jodlerfeste?
Man glaubt es kaum und doch ist’s wahr, es gid keis ZSJV-Jodlerfäscht s’nechschti Jahr. Weil für 2027 keine Bewerbung vorliegt, plant der ZSJV-Vorstand einen Qualifikationsanlass Mitte September in Bellinzona. Für eine allfällige Durchführung des Jodlerfestes 2028 hegt eine kleine Gemeinde im Kanton Zug Übernahmegelüste. Aus taktischen Gründen wurde der eventuelle Austragungsort nicht publik gemacht.
Anmerkung: urkomisch isch, dass friächer mehreri Bewärbigä fir Jodlerfäscht vorglägä sind, und hit scheynds dass niämer mee sones Fäscht organisiärä will. Zeyterscheynig? Ubersätigung vo Aläss? Nur nu Konsumgsellschaft? Mä wird gseh, was d’Zuekunft bringt.
Wesentlich besser sieht es für die Durchführung der Mitgliederversammlung 2027 aus. Am 30. Januar im kommenden Jahr zeichnet der Jodlerklub «Burgfründe» Rothenburg für deren Organisation und Durchführung verantwortlich.

32. Eidg. Jodlerfest Basel, 26. – 28. Juni 2026
Thomas von Arx, OK-Vizepräsident vom «Eidgenössischen» in der Stadt am Rheinknie informierte über den Stand der letzten Vorbereitungsarbeiten. Seinen Äusserungen zufolge ist man auf Kurs und erwartet ein Fest der Superlative. Typisch baslerisch hob er mit: «d’Wält tued broodle mier tien joodle» das Motto einer Clique hervor und fügte an: «Wir freuen uns sehr auf euch»!

Politische Grussbotschaften
Der Schwyzer Landammann und Bildungsdirektor, Michael Stähli, überbrachte die Grüsse der Regierung und wandte sich sehr sympathisch an die Delegierten. Gemeinderat Reto Jegher stellte die Tagungsgemeinde vor und gab der Freude Ausdruck, dass die ZSJV-Familie Galgenen als Tagungsort die Ehre erweise.
Auch Schübelbachs Gemeindepräsident Othmar Büeler war angetan von der prächtigen Kulisse und grüsste namens der Nachbargemeinde.
Den Rede-Reigen schloss in gekonnter Manier «eysi Karin», Präsidentin vom Eidgenössischen Jodlerverband, die erfahrungsgemäss mit einer flammenden Ansprache aufwartete. Gewählte Worte richtete sie an die Delegierten und bedankte sich beim Vorstand für sein unermüdliches Schaffen. Als Zeichen der Wertschätzung überreichte sie «Basler Läggerli», als Symbol des Dankes und erspriesslicher Zusammenarbeit.

Neue Jurierung ab 2027 und Turnus der Durchführungsorte für Jodlerfeste
Peter Summermatter, als Vertreter der Arbeitsgruppe (mit: Kathrin Henkel NWSJV, Michi Jud NOSJV, Stefan Schüpbach BKJV. Yvonne Fendt - Bruder ZSJV und der Genannte) erläuterte diese komplexe Thematik. Seinen Äusserungen ist zu entnehmen, dass Klassierungen und Prädikate abgeschafft und ein neues Bewertungssystem eingeführt werden sollen. Die Auftretenden erhalten ihre detaillierte Bewertung inklusive Punktzahl und den Notizen der Jury auf den Partituren nur noch persönlich. Fazit des Vorhabens: Die Digitalisierung muss für die Sparte Jodeln umgesetzt werden, weil sie Qualitätssteigerung bedeutet und die Jurymitglieder entlastet. Die Konsultativabstimmung sendete positive Signale für die Digitalisierung aus. Klassierungen und Prädikate sollten beibehalten werden.
Bezüglich Durchführungsorte für Jodlerfeste innerhalb seines Verbandsgebietes, beabsichtigt der ZSJV-Vorstand ab 2030 einen Turnus einzuführen. Dieses Ansinnen ergab eine ablehnende Haltung.

Gody Studer Juror-Pensionär und Silvia Hafner neues ZSJV-Ehrenmitglied
Sage und schreibe während 40 Jahren hat Gody Studer an 66 Jodlerfesten juriert. Nach seiner «Jurorendernière» am letztjährigen NOSJV-Jodlerfest in Altstätten/SG, geniesst er nun die Jurorenpension. Für diese ausserordentliche Leistung durfte er Ehrung, Anerkennung und Standing Ovation erfahren. Juror René Gassmann hat ebenfalls seinen Rücktritt eingereicht. Auch ihm sind Dank und Präsent zuteilgeworden.
Grosser Moment für Silvia Hafner. Nach 15 intensiven Jahren als Finanzverantwortliche im ZSJV-Vorstand, tritt sie von der Bühne ab. Auf vortreffliche Weise würdigte Josef Iten, Hafners reichen Verdienste. Ob Verbands-Vertreterin in Jodlerfest- und Delegiertenversammlungs-OK’s, Sekretärin und Protokollschreiberin, sowie Koordinatorin für «Lebendig-Beiträge». Ihr war nichts zu viel, denn die geforderten Aufgaben erledigte Silvia sehr pflichtbewusst, mit Herzblut und grosser Hingabe. Sichtlich gerührt nahm die Geehrte die wohlverdiente Ehrenmitgliedschaft des Verbandes entgegennehmen.    

Nach Apérogenüssen und feinem Bankettessen folgten die Gruppen- und Veteranenehrungen, die sich in würdigem Rahmen abwickelten. Das unterhaltsame Programm lud zum Verweilen ein.

Die 105. Jodler-GV ist unter Dach und Fach

Es gab keine weltbewegenden Traktanden, obwohl das Arbeitspapier 13 Geschäfte umfasste. Wichtigste Besprechungspunkte waren die Finanzen, Wahlen und verschiedene kleinere Verschiebungen in den Gremien.

Identisch mit dem Lied «E nöie Tag» nahm diese Zusammenkunft ihren Auftakt zum jodlerischen Jahresanfang, das die aktuelle Garde, der geladenen Gästeschar zur Eröffnung vortrug. Danach übernahm Interimspräsident Philippe Hügin das Zepter und schritt zur Abarbeitung des Tagungsplanes. Alt-Präsident Balz Blättler erhielt das Vertrauen als Stimmenzähler, bevor das Protokoll der 104. Jodler-GV seine Genehmigung erfuhr. Die präsidiale Rückschau ergab auch ohne aktive Jodlerfestteilnahme in Menznau eine stattliche Anzahl Auftritte, wo unsere Präsenz mit Liedern und Juiz gefragt war. Erwähnung verdienten dabei der 95. Geburtstag des ehemaligen ZSJV-Präsidenten Tony Blättler, wie auch der Neunzigste von Ehrenmitglied Paul Waser, sowie die weiteren Feiern von runden und halbrunden Geburtstagen. Das Hergiswil ein Schwingerdorf ist, bewiesen die Orgnissatoren vom Meitli- und Frauenschwinget wie auch vom kantonalen Jungschwingertag auf dem Areal beim Schulhaus Matt. Verschiedene Jodlermessen durften wir mit unseren Vorträgen verschönern. Besonders beeindruckend waren das Benefizkonzert «Von Jodlern für Jodlern» in Ennetbürgen zugunsten vom Jodlerklub «Echo vam Bietschhorn». Die Blattner Jodler beklagten anlässlich des Felssturzes, den Verlust etlicher Trachten und durften mit dieser Solidaritätsveranstaltung unsere Unterstützung erfahren. Einmal mehr ein Grosserfolg war den Benefizkonzerten von Dirigentin Silvia Windlin beschieden. 12’000 Franken Spendengelder konnten an das Kinderspital Zentralschweiz, die Kinderspites und die Stiftung Theodora in Form eines Checks überbracht werden.
Zu Ehren aller Verstorbenen erklang mit dem «Bätruef-Juiz» ein letzter Sängergruss himmelwärts.
Finanzen und Wahlen
Finanzchef Sepp von Rotz konnte von einer Vermögensvermehrung Kenntnis geben, bemerkte aber im Gegenzug, dass das Budget für das laufende Jahr rote Zahlen aufweisen werde. Grosszügig zeigte sich der Vorstand bezüglich dem Mitgliederbeitrag von Fr. 58.- der seit Jahresbeginn erhoben wird. 38 Stutz übernimmt die Vereinskasse, während die Zwänzgernote für das Verbansorgan «Lebendig» jede und jeder selber bezahlt.
Philippe Hügin übernimmt für 2 Jahre das Präsidium, Martin Blättler amtet als Aktuar und Manuela Barmettler betreut den Beisitzerposten. Für ein Jahr lässt sich auch Dirigentin Silvia Windlin verpflichten und über die genau gleiche Zeitspanne liessen sich der Vizedirigent, der Chronist/Medienbetreuer und die Musikkommissionsmitglieder binden.
Neumitglieder - wohär nä und nid stählä
Anfangs Jahr haben Sera Stutz - Durrer und Michelle Durrer unsere Reihen verlassen. Hans Lötscher und Andy Egli waren uns sehr wertvolle gesangliche Unterstützer. Die beiden Menznauer haben nun ihren Dienst quittiert und wir lassen sie nur ungern ziehen. Mit dem Zuzug von Hanspeter Mathis, der seit Hospitanenjahr antritt und der Aufname von Manuela Barmetter als Aktivjodlerin ist zwar ein Blick nach vorne erlaubt, lässt aber den Ruf nach Neumitgliedern noch lauter ertönen.
Anstehende Veranstaltungen sind programmiert, die wir versucht sind zu prästieren. Wohl grösste Herausforderung ist das Konzert vom 28. März 2026 im Loppersaal. «Mier machid’s bescht», heisst die klare Botschaft!
Mit Blumen, Präsenten, aufrichtigen Dankesworten und dem «Rengg-Juiz» endete diese Jahrestagung. Nach Aperogenüssen lud der gedeckte Tisch zu einem feinen Znacht und leitete über zum gmiätlich zämähecklä und den dazu gehörenden Vergnüglichkeiten.