Echo vom Pilatus

Hergiswil am See

  

 

Zum Gedenken

 

Cornelia Fallegger - Reinhard 11. Oktober 1964 bis 17. Januar 2011

 

Liebe Cornelia

Nach Tagen des Hoffens und Bangens ist das Unabänderliche leider Tatsache geworden. Fassungslos und traurig haben wir von Deinem Hinschied Kenntnis nehmen müssen.

Drei Jahre lang hast Du dem «Echo vom Pilatus» Deine Stimme als Vorjodlerin zur Verfügung gestellt. In dieser Zeit durften wir Dich als fröhliche, aufgestellte und lebensbejahende Kameradin kennen und schätzen lernen. Deine gesellige Art wird uns fehlen.

Gerne denken wir an die vielen schönen Stunden zurück, die wir mit Dir erleben durften. In Dir haben wir einen lieben Menschen verloren, der eine schmerzliche Lücke hinterlässt. Wir denken stets an Dich und behalten Dich in lieber Erinnerung.

Traurig sind wir, dass wir Dich verloren haben, glücklich aber sind wir, dass wir Dich haben durften und ein Stück des Weges miteinander unterwegs gewesen sind.

Hergiswil, im Januar 2011

Deine Kameradinnen und Kameraden vom
Jodlerklub «Echo vom Pilatus»

 


Edi Christen 27.Juli 1947 bis 14. November 2014
 

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Ganz unerwartet mussten wir von unserem ehemaligen Sängerkameraden Edi Christen Abschied nehmen, der 1967 als 20-Jähriger dem Hergiswiler Jodlerklub beitrat und ihm über Jahre die Treue hielt. Der begeisterte Berggänger und Velofahrer ist nun
am 14. November 2014 zu seiner letzten grossen Reise aufgebrochen und hat leider allzu früh von dieser Welt Abschied nehmen müssen. Wir werden Edi Christen ehrend gedenken und im ein gutes Andenken bewahren. R. I. P.
 

 

Alois Würsch 22. Juni 1944 bis 26.April 2015

Lieber Alois

Erscht nu hemmer eys a der Jodlerprob troffä und sind dernah midenand eis go ha...erscht nu hemmer Dier am Spitalbett gsunge und probiärt Dier Muet, Hoffnig und Zueversicht z'mache. Dui hesch due ganz ä niävere Idruck gmacht und diä Lieder und Juiz vergniägt gnosse, dass me hätt chennä meinä Du hättisch s'grebscht uberstande... S'isch alles anders cho, denn am Sunntig, 26. April 2015 hesch vo derä Wält Abschied gnu und bisch friedlich i-gschlafe.

Mier verleyrid i Dier en liäbenswürdige, hilfsbereitä und uifgstelltä Kamerad und wärdid Dich im 2. Bass schmärzlich vermissä. Grossä uifrichtigä Dank gebührt Dier fir Deys Schaffä und Wirkä firä Jodlerklub «Echo vom Pilatus» und weytere Vereinä wo derbiä gsi bisch. 

Mier wärdid Dier es ehrends Adänkä bewahrä und eister i gueter Erinnerig bhalte.

Hergiswil, afangs Mai 2015
Deyni Kameradinne und Kamerade
vom «Echo vom Pilatus» Hergiswil am See

 

«Blüemeli - Walti» 30. August bis 17. Juli 2015

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Fräid und Läid sind ganz nooch binänand heisst's bekanntlich und leyd in der Sach vo der Natuir, dass es stimmt.  Am 24. Juli hend mier und mid eys ä grossi Truirgmeind was stärblich am Bliämili-Walti gsi isch ufem Stansstader Friedhof beygsetzt und vomene grosse Chrampfer, fürsorgliche Familievatter und stolzä Grossdädi, Gschäftsmaa und liebä Frind, Abschied gnu.

Nacheme glanzvolle Jodlerfäscht und scheenem Abschlussabig am 29. Juni 2015 wo der Blüemeler nu mid eys zämägsässä-n-isch, hätt gar niämer dänkt, dass  ihn's eysä Schepfergott 17 Tag speter zu sich holä wird. Das Unabänderlichi hed's gultä zur Kenntnis z'nä.

Eysä Bliämi isch am 30. Aigschte 1940 z'Alpnach uf d'Wält cho. Speter hed de d'Familie Blättler uf Stansstad zigled und dr Walti isch de dett und z'Stans i d'Schuel. Im Oeschbärg hed är de sey Gärtner-Lehr gmacht und nach Zuesatzuisbildigä s'Rischtzeyg fir d'Ubernahm vom elterliche Betrieb aageignet. 1970 isch är mid seynere Frai Marlies zämä Gschäftsinahber vo dem mittlerweyle weyt umä bekannte Bluemelade «Blüemeli-Walti» worde.

S'isch eigentlich erstuindlich, dass ä Maa we der Blüemeli-Walti näb seym strängä Tagwärch nu Zeyt gfunde hed imene Hobby nachä z'gah, wo vo seynere spärliche Freyzeyt ai eppis abverlangt hed. 1967 isch är nämlich Jodler worde und hed bim «Echo vom Pilatus» z'Hergiswil als 1. Bass mitgsunge. Im Verlaif vo seynere mehrjährige Mitgliedschaft hed är Vorstandsarbet verrichtet und isch uber all diä Jahr en versiärtä Dekorationsprofi a de jeweyligä Jahreskonzärt gsi. Ai nach seym Rücktritt hed's bi-n-ere Afrag gheissä: d'Dekoration....das gahd de i d'Ornig.

Dr «Blüemeli-Walti» isch ä gselligi Person gsi. Näb goldigem Humor hed är ä Vorliäbi fir s'Fischä gha und vor allem sehr gärn ä zimpftigä Jass g'klopfed. Da hed är sich da allig scho nu cheenä ereyfere und wenn's druif aacho isch, de Gägner luit und deytlich der Tarif durä gä, obwohl das neyd gnitzt hed, will är meischtens dä gsi isch wo hed miässä zahlä. S'hed ihm neyd uisgmacht,  d'Haiptsach isch gsi, dass är dr Plaisch dra gha hed. Und lachä hed är chennä...da hed's eim sälber allig schiär verbutzt. Und genai das härzhafti Lachä, dä leytseelig Blick, dr schneeweyssi Schnuiz und nu viel meh...das wird eys fählä.

Liäbä «Bliämili-Walti». Mier Jodler dänkid gärä a Dich zrugg und sind Dier uber 's Grab uisä dankbar fir alles was Dui fir d'Hergiswiler Jodler gleischted hesch. Bim himmlische Vatter wo Dich hei griäft hed  wirsch Dui jetzä als «Bliämili-Walti» d'Gärtä pflegä. Häb Dank fir alles. Mier gennid Dier der ewig Friedä.

 

Hans Wicki - von Wyl 20. August 1935 bis 9. September 2015
Ehrenpräsident und Ehrenmitglied
Jodlerklub «Echo vom Pilatus» Hergiswil am See

 

An dieser Stelle wiedergeben wir den Lebenslauf von Hans Wicki - von Wyl, wie ihn die Familie für die Tagespresse abgefasst hat.
Dem  verstorbenen Kameraden wird die Jodlerwelt stets in Dankbarkeit gedenken. Der Jodlerklub «Echo vom Pilatus» Hergiswil, der dem lieben Heimgegangen sehr am Herzen lag und ihm viel zu verdanken hat, wird seinem Ehrenpräsidenten ehrend gedenken und ihn in guter Erinnerung behalten. Hans Wicki ruhe in Frieden.

„Musste das sein“ – Dieser Satz umrahmt ein in weiten Teilen glückliches und erfolgreiches Leben von unserem Papi, das am 20. August 1935 seinen Anfang nahm.

„Musste das sein“ waren seine Worte, als nach 7 glücklichen Kinderjahren sein jüngerer Bruder Beat zur Welt kam und er dadurch nicht mehr der Jüngste in der Familie war. Er weinte fürchterlich – weil er vermutlich wusste, dass nun die Zeit des Verwöhnens und der Rücksichtnahme vorbei war. Auf Unterfingen in Menznau erlebte er mit seinen 5 Brüdern und 4 Schwestern eine wunderbare Jugendzeit. Ein Schicksalsschlag musste Papi mit 15 Jahren erleben, als sein Vater unverhofft sterben musste. Das hat auch die Zukunft von Papi verändert. Es war die Absicht seines Vaters, ihn auf eine akademische Laufbahn zu schicken. Das hätte er auch gerne gemacht. Mit dem Tod seines Vaters musste er leider diesen Wunsch begraben und sich mit der Berufswahl auseinandersetzen.

Die Wahl fiel auf Bäcker-Konditor. Nachdem er seine Lehre mit Bravour abgeschlossen hat, begab er sich auf seine Lehr- und Wanderjahre in die Westschweiz. Diese Zeit war eine der Schönsten in seinem Leben, in der er auch ein paar Freunde für’s Leben gefunden hat. Vermutlich hat er in dieser Zeit auch seine Vorliebe für den Weisswein entdeckt, die ihn bis an sein Lebensende begleitet und die er innerhalb der Familie beinahe an alle Kinder weitergegeben hat. Nach 5 Jahren in der Westschweiz ging Papi als Bäcker zurück nach Luzern. Ein Inserat einer jungen Witwe mit Bäckerei in Hergiswil hat seinen Chef dann veranlasst, ihn darauf aufmerksam zu machen, dass es an der Zeit wäre, an eine eigene Kariere zu denken. Gesagt, getan – seine Bewerbung war erfolgreich!

Papi kam 1961 als Arbeiter nach Hergiswil und blieb als Ehemann von Bernadette von Wyl. Dorli und Röbeli hatten wieder einen Vater und Hergiswil einen neuen Bäcker-Konditor. Er arbeitete nicht nur erfolgreich in der Bäckerei – nein, er machte auch noch die Ausbildung zum eidgenössisch diplomierten Bäcker-Konditormeister. Das Geschäft florierte und die Familie ist angewachsen. Nach Hans kamen Peter und Bernadette. Wir fünf Kinder erlebten mit unseren Eltern eine glückliche Zeit in der Landau mit vielen Wanderungen im Pilatusgebiet und Picknicks mit befreundeten Familien. Neben seiner Liebe zum Beruf hat er in dieser Zeit auch seine Leidenschaft zum Jodelgesang entdeckt und ist dem Jodlerklub „Echo vom Pilatus“, Hergiswil beigetreten. Wie überall engagierte er sich auch im Klub mit Herzblut und schon bald wurde er in den Vorstand und kurze Zeit später zum Präsidenten gewählt. Jetzt hatte er also schon 3 Leidenschaften: die Familie, Bäcker-Konditor und den Jodelgesang.

Mit der Übernahme 1976 des Happy Day in Wolfenschiessen hat er ein neues Abenteuer begonnen. Nach bestandener Wirteprüfung wurde er Wirt mit Leidenschaft – zuerst in Wolfenschiessen und ab 1980 im Hotel Engel in Hergiswil. Er arbeitete hart, verstand es aber auch das Leben zu geniessen.

Es war klar, dass ein dorfbekannter und erfolgreicher Wirt oft auch angefragt wurde, ob er beim nächsten Grossanlass im OK mitmachen würde. Als hilfsbereiter Mensch hat er meistens – vielleicht sogar immer – zugesagt und als Wirtschaftschef so manche Kassen der Vereine gefüllt. Diese Tätigkeiten haben ihm grossen Spass gemacht und ihm viele Freundschaften gebracht. Der verdiente Lohn seines selbstlosen Einsatzes für die Vereine hat ihm auch die Ehrenmitgliedschaft bei den Schwingern und Loppergnomen gebracht, worauf er sehr stolz war. Aber die innigsten Freundschaften hat er in seiner geliebten Jodlerfamilie gefunden und auch dort hat er sich enorm engagiert – was nicht unbemerkt blieb. Als Gründungsmitglied der Unterwaldner Jodlervereinigung wurde er natürlich in den Vorstand und danach zum Präsidenten gewählt. Kurz darauf wurde er in den Vorstand des zentralschweizerischen Jodlerverbandes und als Krönung auch in den Vorstand des eidgenössischen Jodlerverbandes gewählt. Diese Verbandstätigkeiten hat er immer akribisch und mit Herzblut erledigt und war dabei sehr glücklich – wohl verstanden all dies erledigte er neben Familie und Beruf, was sicherlich nur möglich war, weil zu Hause Mami ihm den Rücken freihielt. Der verdiente Lohn blieb nicht aus und erfüllte ihn mit grossem Stolz: Ehrenpräsident beim Jodlerklub „Echo vom Pilatus“, Ehrenmitgliedschaft beim ZSJV und EJV!

Im Jahr 2000 hat sich Papi – obwohl er immer noch mit Leib und Seele Wirt war – von der aktiven Arbeitszeit zurückgezogen – mehr aus Vernunft als aus eigenem Willen. Die gemeinsame Zeit an der Wylstrasse mit Mami hat er dennoch zunehmend genossen und dazu verwendet viele verpasste Reisen nachzuholen. Durch den Hirnschlag im Jahre 2011 musste er seine Leidenschaft als aktiver Jodler aufgeben. Er versuchte alles, damit seine Behinderung wieder weggeht und musste aber irgendeinmal erkennen, dass eine leichte Behinderung dauerhaft bleibt. Und da war er dann wieder der Satz: Musste das sein?

Mit dieser bleibenden Behinderung konnte sich Papi nie anfreunden. Er konnte sie auch nicht akzeptieren. Dies führte zu einem schleichenden Verlust seiner Lebensfreude und reduzierte auch seinen Lebensmut. So kam es wie es kommen musste, sein Gesundheitszustand verschlechterte sich zusehends. Kurz nach seinem 80. Geburtstag ist eine gravierende Erschöpfung eingetreten, von der er sich nicht mehr erholen konnte. Seine Kräfte haben ihn immer mehr verlassen und am 09. September 2015 morgens um 04 Uhr durfte er ruhig und schmerzfrei seine letzte Reise antreten.

 

Paul Bolliger - Stauffer 24. März 1942 bis 19. August 2016

Nach Tagen des Hoffens und Bangens ist der Tod als Erlöser ans Krankenbett von Bolliger Paul getreten. Der Schöpfer aller Mächten und Gewalten hat ihn nach langem und mit vorbildlicher Geduld ertragenem Leiden am Freitag, 19. August 2016 zu sich gerufen. 
Paul erlernte den Beruf des Elektromonteurs und war für verschiedene Unternehmen tätig. So war eine Zeit lang im Bündnerland stationiert, bevor er dann in die Innerschweiz zügelte und vorerst für die AEG und später für die Siemens Schweiz AG arbeitete.  1971 ist der gebürtige Aargauer dem Jodlerklub «Echo vom Pilatus» Hergiswil beigetreten und diente ihm während 24 Jahren. In dieser Zeit war Paul mit seiner ausgezeichneten  2. Bass-Stimme eine prägende und wertvolle Stütze dieses Registers. Von 1975 bis 1978 amtete er als Rechnungsrevisor, übernahmdann die Funktiondes Beisitzers, ehe er von 1979 -1984 das Vizepräsidium des Klubs inne hatte. Interesse weckte bei ihm auch das Spiel mit dem langen Horn aus Holz. Zusammen mit Albin Stirnimann trat er dann und wann im Duo auf und betritt als Einzelbläser das eine oder andere Zentralschweizer und Eidgenössische Jodlerfest. 1991 erlangte der liebe Verstorbene die Ehrenmitgliedschaft der HergiswilerJodler und an der GV 1995 vollzog Paul seinen Rücktritt als Aktivjodler.

Nach seiner Pensionierung war Paul eine willkommene Aushilfe für seinen früheren Arbeitgeber, wo er mit seinem Wissen und Können die elektronischen Steuerungen aus früheren Jahren wieder auf Vordermann brachte.  Im Kreise der Alt- und Hobbyjodler stand Paul als Schriftführer im Einsatz und erledigte die Korrespondenz. Dieser Posten ist nun verwaist und sein Platz in dieser geselligen Runde bleibt für immer leer.  


Mit Paul Bolliger verlieren wir einen liebenswerten und treuen Sängerkameraden und Wegbegleiter. Seine prächtige Bass-Stimme ist verstummt, die wir schmerzlich vermissen werden. Paul Bolliger ruhe in Frieden. 

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