Echo vom Pilatus

Hergiswil am See

  

 

Geglücktes Jodlerkonzert am 28. März 2026 im Loppersaal

Nach vierjähriger Bühnenabwesenheit wagten wir uns an das Projekt «Jahreskonzert 2026» heran. Für 17 Personen war dies eine Mammutaufgabe, die schliesslich mit Elan, Ehrgeiz, ganz viel gutem Willen und vor allem stolzerfüllend realisiert werden konnte.

Fast profimässig sind die Vorbereitungen in die Hand genommen und auf verschiedene Schultern verteilt worden. «Drahtzieher» dieses Unterfangens war Ehrenpräsident Stefan Thalmann. Er, der nicht weniger als 22 vorangegangene Jodlerkonzerte als OKP über die Bühne brachte, zog routienemässig die Fäden. Logisch erscheint, dass nach vier Jahren nicht alles wie am Schnürchen verlief, aber mier hend’s gschafft und dies ist wohl das Wertvollste der «Konzert-Ausgabe 2026»

«Läbesfreid» war ausschlaggebend
In der Tagespresse und im Nidwaldner Blitz waren Vorberichte zu lesen, die den Wert von «Läbesfreid» erläuterten, was Lebensfreude bedeutet und was es ausmacht, das Schöne im Moment zu spüren – und es mit anderen zu teilen. Und mit diesem Zitat gelang es dem Gesangsgremium «Läbesfreid» zu vermitteln und glaubhaft rüberzubringen.

Aufwendige Proben
Es waren zweifellos anstrengende Trainingseinheiten, die uns erwarteten. Jeden Dienstagabend ab 19.00 Uhr waren verschiedene Register zur Spezialprobe geladen, wo Text, Melodie und vorallem Aussprache intensiv geübt worden sind, damit alles einheitlich klingend daher kommt. Ab 20.00 Uhr sind dann, nach intensivem Einsingen, die vorangegangenen Passagen zusammengeführt worden und dies hiä und da bis zum geht nicht mehr. Es liegt nicht in unserem Ermessen zu beurteilen ob dies lohnenswert war oder nicht. Eines aber ist ganz klar; wenn’s vielleicht neyd oder nid viel gnitzt hed, g’schadt hed’s uf jedä Fall nid.

Vergnüglicher Konzertabend
Zugegeben s’isch ä gfreiti Sach gsi und hed sich glohnt. Dies bestätigen auch die klubinternen Reaktionen, wie auch die Bilder und Tonaufnahmen, die auf verschiedenen Kanälen abrufbar sind. Obwohl kantonsintern weitere Veranstaltungen angesagt waren, so liessen sich rund 400 Besucher diesen läbesfreidigen Konzertabend nicht entgehen. (Mutmassungen zufolge hed’s vielleicht derä druntert gha wo der Gwunder bissä hed we mier singid. Cha-n-eys ja gleych sey will: was ich nich weiss macht mir nicht heiss)

Unverkennbares «Barmettler-Holz»
An diesem Abend waren sämtliche Akteusen und Akteure notwendig. Angefangen bei unserer Dirigentin Silvia Windlin, den Jodlerinnen, 2. Jodlern, 1. & 2. Tenören und den 1. & 2. Bässen. Ohne die Leistung aller Beteiligten zu schmälern, die Frage: «Was miächtid Iär ächt ohni Barmettler?» würde im Raum stehen bleiben. Die Antwort ergibt unmissverständlich klare Verhältnisse:Unverzichtbar! Denn was «unsere» Manuela, Mina oder Manu im Vorfeld und an diesem Samstagabend abrief, war Sonderklasse, Ob Dekorateurin, Solojodlerin, im Duett mit Bruno Hodel, in der Kleinformation und den Klubvorträgen, sie stellte souverän ihre Frau und überzeugte auf eindrückliche Weise. Fürwahr sie isch fir eys es Gschänk vom Himmel. Manuela fir deys Tue und Wirkä zu Gunstä vom «Echo vom Pilatus» 1000 Dank!!!!

Runa, der absolute Volltreffer!
Keck, unbekümmert, souverän, wortgewandt und vortrefflich führte die 11- jährige Schülerin durchs Programm. Sie war der Publikumsliebling, hed alles abbäputzt, eroberte die Herzen im Nu und ist ein Versprechen für die Zukunft.
Einleitend sagte sie, dass:
s’Muetti hed vor Tagä gseid
Runa-Schatz ich hätti Freid                                               
wenn dui Luscht und Giäti hättisch                                           
und d’Konzärt-Asaag machä dättisch

Ich ha mier gseid da steyg ich ii
bi zwar erscht elfi und nu Schiäleri
ich bi-n-es difig’s, jung und schlai
vor grossä Leyt redä, cha-n-ich ai
diä Uifgab nimm ich ganz gärn aa
ich findes cool drum stah-n-ich da


Zu jeder Formation fehlten die Informationen nicht und bezüglich dem Gastklub Hasle-Rüegsau meinte Runa:
Bärner sind’s, ja das weiss jedä
sie chenid leider nid schnäll redä
s’teend chley komisch i dä Ohrä
wenn’s hit nid chemid chemid’s moorä

und zu den Stöckli-Buebe hielt sie fest:
Und jetz gid’s Muisig, jetz gahds los
mier gherid d’
Stecklibuebe Ännämoos 
vom Schottisch Ländler, Mazurka
ai Walzer, Polka chamä ha                                                          
orgele dend der Armin und der Beat der André am Bass
das Trio das isch super, muisigä macht nä Spass
ich ha da nur ei grossi Bitt
losid zue und schnorid nid!!

was das sehr disziplinierte Publikum mit schallendem Gelächter und Sponanapplaus quittierte.

Kurz und bündig schloss sie ihre Bühnenpräsenz mit
Fir mich isch Schluss, und d’Arbet gmacht
chemid gued hei, ich säg Guet Nacht!

Das Jodlerkonzert 2026 hallt nach und bleibt in guter Erinnerung. Mit der Erkenntnis, dass mä eys gherä darf, nehmen wir den weiteren Verlauf des Jodlerjahres in Angriff und sind bestrebt dem Motto unseres Jahreskonzertes «Läbesfreid» zu streuen und zu verschenken.