Echo vom Pilatus

Hergiswil am See

  

 

Überaus gelungenes Jodlerkonzert in wohlklingender Harmonie

250 Bankettgeniesser hatten sich zum kulinarischem Abstecher angemeldet, weitere 350 Konzertbesucher liessen sich ebenfalls von «Echo-Tönen» aus Sörenberg, vom Stanserhorn und vom Pilatus berieseln. Sie staunten ob dem kultivierten Gesang vom heimeligen Buochser Jodlerquintett, zeigten sich sehr angetan über das hohe Können vom Alphorntrio Bergkristall Unterwalden und erlebten mit David Blättler einen Programmführer, der trotz seines jugendlichen Alters eine Sonderklasse war.

Mit diesen knappen Worten wäre eigentlich scho alles gsäid was gsäid mues sey, nur eso mager wollen wir die Leser dieses Blogbeitrages nicht abspeisen, drum alles scheen der Reihe nach.

Das freitägliche Einrichten zeigte deutlich, dass da ein eingespieltes Team in fast perfekter Manier Tische und Stühle bereit stellte während fleissige Frauenhände die  Tischreinigung vornahmen, derweil eine weitere Equipe bereits Dekorationsarbeiten verrichtete. Im Nu präsentierte sich der Loppersaal in einen Ort der Gastlichkeit wo Geselligkeit in gemütlicher Atmosphäre genossen werden konnte. Doch davon war man ja bekanntlich noch etliche Stunden entfernt. Nach angeordnetem Soundcheck, wo die Aufführung der Konzerttitel eine Hauptprobe erlebten die mittelprächtig bis gut verlief, rundete der Verzehr von Filets im Darm (sprich Schweinswürstli) und Stilsitzer (Tilsiter) diese Vorbereitungsphase ab.

Party-Service Zibung, der Erfolgsgarant
Hesch dui es Fäscht wo Arbet gid
und sälber schaffe wettisch nid
studiär nid lang leyt eifach aa
fir das sind doch s’Zibungä da.

Äs klapped beschtens und s’laift rund
wenn Party-Service Zibung zue dr chund
hend Wirteflair und sind vom Fach
will Zibung ha isch Supersach!!!
Diesen Vierzeilern ist nichts mehr anzufügen, denn auch am vergangenen Samstagabend war der Bankettgenuss eine Gaumenfreude par excellence.

Sörenberger Echo widerhallt im Loppersaal
Es isch scho lang keis Gheimnis me, dass alles wo vo Wolhuise Märcht ewäg bis i d’Schratteflue uife stah cha, vom Jodlervirus infisziärd isch. S’Tal vo der chleynä Ämmä isch ä Jodlerhochburg und folglich hed’s dett Jodlerklib fascht we Sand am Meer. Eine dervo isch äbä s’Echo vom Sörebärg wo 1942 grindet worde isch, 27 Mitglieder zellt und i dr Marietheres Bieri ä uisgezeichneti Dirigäntin und vorziglichi Jodleri darf ha. Und wenn de diä losland mid jodlä, de losisch und stuinisch eifach. Sonori Jodlstimme wärdid vo uisglichnä Register sehr gekonnt unterstitzt, wo’s uisgezeichnet verstand vom piano ines forte ine z’gah um wieder ines piano zrugg z’chehrä und leggid bim Schlusston sehr gfihlvoll ä Schweller druif um der Vortrag ganz unuiffällig uisklinge z’lah.  S’Klangbild isch robust aber nid ruich, me wiägeld d’Teen und muisiged dermit, dass es tänzerisch wirkt und ganz ä gepflägti  Gsangkultuir ergid. S’Echo Sörebärg, vergleychbar midere Blueme wo i dr Morgesunne strahled, sich am Abig verschliässt und am andere Morge mid neywem Glanz uif z’stah. Dä Gsang es Erläbnis, ei Pracht!

Heimeliges  Jodlerquintett aus Buochs
Sitt einige Jahr weiss me, dass es bi de Buochser Jodler Chleyformatione gid, wo us der Idee vo ihrem Dirigänt Hans Schmid entstande sind. Eis dervo isch äbä das erwähnti Quintett wo uf der Loppersaalbihni brilliärt hed. Deytlich i der Uissprach, rein im Ton und homogen im Klang, mä chennti losä stundelang. Eb «Am Sonne-n-Egge» wo «S’Froueli zum Nahgä» vielleicht inständig gebeten wird, dass s’Mandili darf go jassä ga wo aber der Moschtkonsum Priorität geniesst und schwere Beine und sturne Grind die Folge sind. Oder wenn nach geglücktem «Chiltgang» us luiter Fräid dr «Sunnebärgler» erklingt und «I freu mi» überschwängliche Glücksgefühle auslöst. Genau diese Stimmung vermittelten Sandra Zimmermann, Marco Würsch, Roger Zimmermann, Martin Siegrist und Hans Gabriel auf überzeugende Weise. Und für diesen überaus gehörfälligen Buochser Jodlergruess gebührt dem Quintett grosses Lob und Kompliment, herzliche Gratulation zu den meisterhaften Auftritten und Dankä das Iär cho sind.

Wenn’s Alphorn teend..
wird’s eim warm ums Härz. Dr Pasal Barmetttler vo Änämoos, dr Sandro Christe vo Obbirge und dr Jonas Wolfisbärg vo Alpnach-Dorf wo underem Name Alphorntrio Bergkristall Unterwalden uifträttid, sind es ächts Versprächä fir d’Zuekunft. Sie hend s’Flair im midenand blase und ufenand z’lose. D’Teen vo der erschtä und zweitä Stimm chemid sehr suiber derthär und midem Bassspiel setzt der Jonas ganz souverän de Schlussakkord und dermit s’Tipfli uf’s i vo denä liäbliche Melodiä. Diä drey Giälä sind belzigi Handwärcher uf ihrne Instrumänt.

David Blättler…eifach genial
Was dä zwelfjährigi «Pfideri» bi de Asaage uisäglah hed, isch phänomenal gsi. Diä profihaft gsetzte Pointä vo seym Vatter Urs hed de Filius mid schaispierlerischem Talänt prima umgsetzt. S’leidigi Thema Ortsbus isch nid unerwähnt bliebä und fir d’Nachbuirä obsidruis hed är nid viel ubrig gha. Sie hend ordili unedure miässä. Und eis darf me nid vergässä, denn was sich liebt das neckt sich. D’Versehnig midem Glois isch de gleych z’stand cho und wenn’s’ nid unbedingt guet Frind sind, so chemid sie uis midenand, d’Tschifeler und d’Reisseckler. Wer nä nid gseh hed dr David hed eppis verpasst.

Ganz ä feini Muisig isch’s Echo vom Stanserhorn wo scheeni, rundi und lipfigi Kompositione bevorzugt, und ä Vorliäbi  fir Tänz vom Chaschbi Muther, Alois Schilliger, Kasi Geisser, Heiri Meier, Joe Käslin und der Kapälle Bürgenstockklänge hed. Midere Lockerheit blast der Patrick Ambaijä Klarinett und Sax, d’Franziska Inderbitzi spilt sit em Jänner dr Handorgelepart und hed der erscht offizielli Uiftritt mid derä Formation gmacht, während s’Fränzi Kilchenmann als Pianistin und dr Pail Ambaijä am Bass we bishär als alti Routinier begleitid.

Und s’Echo vom Pilatus? We hed’s gsungä? Chamä riämä? Ja, mä cha und darf, de d’Rickmäldige sind  ganz erfräilich und ermuetigend uisgfallä. «Iär hend Fortschritt gmacht und sind uf guetem Wäg» isch uber d’Lippe cho, «s’macht Fräid Eych zue z’lose» luitet es weyters Zitat, eso dass folgendes Fazit cha zoge wärde: Ier hend es guets Konzärt abgliefered, drum machid weyter eso! Mier gänd eys Miäh und machid das, we’s im Lied Sommerharmonie heisst: Summerziit wiä bisch dui scheen, Harmonie vo Farb und Teen.

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