Echo vom Pilatus

Hergiswil am See

  

 

97. Delegiertenversammlung des Zentralschweizerischen Jodlerverbandes

Wechsel im Verbandsvorstand. Die Kurschefin Patricia Dahinden Sterchi und der Obmann der Alphornbläser haben demissioniert. Die Plätze werden von Manuela Beransconi, Horw und Armin Imlig, Goldau übernommen. Schötz ist bereit und Horw befindet sich seit längerer Zeit in den Startlöchern und hat Fahrt aufgenommen.

651 Personen «pilgerten» am vergangen Samstag, 27. Januar 2018 in die «Chärnshalle» Rothenburg um über die Geschehnisse im ZSJV informiert zu werden. Verbandspräsident Richard Huwiler schaute auf ein bewegtes Jodlerjahr zurück, das ganz im Zeichen vom «Eidgenössischen» von Brig stand. Die eingespielten Tondokumente und Videosequenzen sorgten dabei für Abwechslung.

Veränderungen im Vorstand
Patricia Dahinden Sterchi und Toni Wigger die an der DV ZSJV in Unterägeri ins Amt gewählt wurden und während dieser Zeit ein gerüttelt Mass an Vorstandsarbeit verrichteten, reichten ihre Demission ein.  Als neue Kurschefin beliebt die ehemalige Vorjodlerin vom Jodlerklub «Heimelig» Horw, Manuela Bernasconi, Präsidentin Fachkommission Nachwuchs, Vizepräsidentin OK Jodlerfest Horw 2019 und derzeitige Dirigentin der Jodlergruppe Alpengruess Ennetbürgen. Höchster Alphornbläser ist nun Armin Imlig Goldau, eine  bekannte Grösse und Kapazität in der Szene.
Weil letztes Jahr kein Unterverbandsfest stattfand, musste Kassierin Silvia Hafner ein Minus bekanntgeben. Die Budgetberatung für das laufende Jahr sieht einen Ertragsüberschuss vor, der zu schwarzen Zahlen Optimismus gibt.

«Zyt för Frönde» gilt in Schötz
Unter diesem Motto wird das bevorstehende 62. Jodlerfest am dritten Juni-Wochenende 2018 im Luzerner Hinterland stattfinden. OK-Präsient Urs Kneubühler rührte mächtig die Werbetrommel für das Fest der kurzen Wege auf topfebenem Gelände. Er proklamierte Schötz zum Epizentrum des Schweizer Brauchtums, wo man sich bereits jetzt schon «rüüdig» darauf freue, bis es soweit sei. Die Delegierten beschlossen ein Fest mit Klassierung durchzuführen und wählten Richard Huwiler zum Jurypräsidenten.

Nein zu «No Billag»
Die Zentralpräsidentin des Eidgenössischen Jodlerverbandes, Karin Niederberger, nutzte die Gelegenheit  um in ihrem Grusswort auch auf die bevorstehende Abstimmung aufmerksam zu machen. Wiederholt hatte sich der Verband zur No Billag Initiative geäussert, dies darum, weil sie den EJV und dessen Fortbestand unmittelbar betreffe. Sie forderte die Delegierten auf, am 4. März 2018 ein Nein in die Urne zu legen.
Gemäss Aussagen von Karin Niederberger, wird der Vertrag mit der Schwinger-, Hornusser- und Jodlerzeitung auf Ende 2018 gekündigt. Wie es weiter gehen wird, werden an der DV des EJV in Fribourg am 10. März 2018 bekannt gegeben.
Der Luzerner Erziehungs- und Bildungsdirektor, Reto Wyss, bezog Stellung zum publik gewordenen Studium «Jodeln» an der Hochschule Luzern. Er betonte ganz klar, dass es keine Verakademisierung geben werde. Damit dämmte er die Befürchtungen ein wenig ein, dass die Natürlichkeit und die regionalen Eigenheiten verloren gehen.

Drei neue Freimitglieder
Die abtretenden Vorstandsmitglieder Patricia Dahinden Sterchi und Toni Wigger sowie der Jodler und Fahnenschwinger Niklaus Studer erlangten die Freimitgliedschaft des Verbandes:
Fünf Jodlergruppen, darunter der Jodlerklub «Fruttklänge» Kerns erfuhren Ehrung für 75 Jahre Verbandszugehörigkeit. Je eine Gruppe konnte für 50 resp. 25 Jahre geehrt werden. 28 Personen sind zu Ehrenveteraninnen und Ehrenveteranen ernannt worden. 78 Mitglieder tragen nun den Veteraninnen- und Veteranenstatus.

 

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