Echo vom Pilatus

Hergiswil am See

  

 

102. Delegiertenversammlung des Eidgenössischen Jodlerverbandes am 11. März 2016 in der Mehrzweckhalle Teuchelweiher in Winterthur

Zur Jahrestagung vom jodelnden «Eidgenoss» durfte das Schweizer Jodlervolk Gastrecht vom Jodlerklub Oberwinterthur in Anspruch nehmen. Es standen keine weltbewegenden Traktanden zur Debatte, sodass die Versammlung in Minne verlief. 239 Delegierte und insgesamt 367 Personen folgten der Einladung. Einmal mehr war Zentralpräsidentin  Karin Niederberger eine Klasse für sich, denn sie führte mit Rasse, Können und Souveränität durch die Tagung.

«Mach s'Beschti drus» sang der organisierende Jodlerklub Oberwinterthur zu Beginn dieser Tagung. Und dieses Lied war sehr passend, denn der Anfahrtsweg zur Mehrzweckhalle Teuchelweiher war dermassen gut jaloniert, dass me vermuetlich nu am Sunntigmorge die Hinweistafeln gesucht hätte, wenn da nicht ein Handy ausschlaggebend gewesen wäre, dass der Dreierdelegation aus Hergiswil behilflich war, um das Tagungslokal rechtzeitig zu finden.
Zur Eröffnung erklang Jakob Düsels «Alpabfahrt», dann folgte die zentralpräsidiale  Begrüssung und kurze Zeit später richtete sich der Winterthurer Stadtpräsident Michael Künzle mit launigen Worten an die Tagenden. Zürichs Regierungsratspräsident Ernst Stocker stand dem Vorredner nichts nach, hob seine Stadt als Domizil etlicher Grosskonzerne und Banken hervor, sodass man annimmt, dass Zürich das Nonplusultra der Schweiz sein muss.

Präsidialer Rückblick
Karin Niederberger rief die wichtigsten Ereignisse von 2015 nochmals in Erinnerung und erinnerte an den unvergesslichen Auftritt von 400 Alphornbläsern an der EXPO in Milano. Grossartige Unterverbandsfeste waren Erlebnisse die in die Annalen eingehen werden. Sie richtete aber auch ganz eindrückliche Worte an ihre Schäfchen, mit welchen sie bat, dass man sich mit dem Verband identifiziere, denn der Vorstand sei nicht dieses Gremium, sondern wir alle sind Botschafter vom Brauchtum und  typischer Schweizer Eigenart. Einen grossen Dank richtete sie schliesslich an ihren Mann Ruedi und ihre Kinder, die grosses Verständnis für ihr EJV-Engagement aufbringen und den Rücken stärken.

Das liebe Geld
Obwohl die Verbandsrechnung für 2015 einen Mehrertrag von Fr. 2000.- auswies ist weiterhin rigoroses Sparen angesagt. Das Budget für 2016 sieht ein Defizit von Fr. 29'000.- vor. Scho verruckt wenn's heisst, da Zähtuisig, dett Füfzgtuisig, a d'Suisa rund Hundertuisig,. Da leehrd 's eim scho dr Batzä bevor me-ne uisgid, zwei Mal z'drillä. Aber sie hend's im Griff, darf me de scho sägä. (A propos Suisa-Tool, es wird nur ungenügend bis schlecht benützt und dabei ist es wesentlich einfacher, die aufgeführten Werke per Computer einzufügen und zu mailen, statt handschriftlich notieren, kopieren und per Post senden). 

Brig 2017: Ein Fest mit viel Herz
Unter diesem Motto soll das kommende Eidgenössische vom 22. - 25. Juni 2017 in der Oberwalliser Hauptstadt stehen und ausgetragen werden, wie OK-Präsident Hansrudolf Mooser bekanntgab. Das 80-köpfige OK sei mit dieser Veranstaltung auf Kurs gab Mooser zu verstehen und guten Willens, sich dieser Herkulesaufgabe zu stellen. Knacknüsse gäbe es noch, z.B. das Bereitstellen von Übernachtungsmöglichkeiten und dem Besucherstrom von rund 150'000 Personen gerecht werden. Das Fest wird mit Klassierung durchgeführt, die Chargierten sind gewählt und die Gesamtchorlieder heissen: «Frindä well wer sii» (Ewald Muther) und «Ischeri Bärgä» (Daniel Föhn).

Ehrungen
Der Fahnenschwinger Urs Bloch erlangte die Freimitgliedschaft, Paul Herren der auf eine 21-jährige Vorstandstätigkeit im WSJV und EJV zurückschauen darf, ist in die Garde der EJV-Ehrenmitglieder aufgenommen worden «Sein» Jodlerklub Maiglöggli Kerzers war eigens angereist und gratulierte mit dem Lied von Ueli Zahnd: «Liebi Troscht und Wermi schänkä». Ewald Rudolf von Rohr, ehemaliger EJV-Zentralsekretär erhielt das Stuker-Legat, ein Zinnchänneli mit der Aufschrift «Der Treue die Ehre».

Reinach/BL wird am 11. März 2017 Tagungsort sein und für 2020 wird ein Jodlerfestort für das Eidgenössische in der Nordwestschweiz gesucht. Mit Fred Kaufmanns «Am Jodlertisch» endete diese Versammlung um 17.20 Uhr. Danach gabs Apérofreuden und pünktlich um 18.15 Uhr wurde das Nachtessen serviert. Na-dis-na löste sich die Jodlerzämäkunft auf.
Scheen isch gsi....gmiätlich isch's gsi...aber neyd z'warm hemmer gha. Langi Underhose und Thermo-Underwesch hend de d'Wirkig nid verfählt.

 

 

 


 

 

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