Das Zentralschweizer Jodlerparlament tagte in Muotathal

January 30, 2012 – 3:42 pm

Der Obwaldner Hauptort Sarnen wird 2015 zum vieren Mal Jodlerfestort. Kurt Kalbermatten tritt nach 25 Amtsjahren als Verbandskassier in den «Ruhestand». Werni Arnold, Fahnenschwingerobmann legt nach 14 Jahren sein Amt nieder. Beide erlangen die ZSJV-Ehrenmitgliedschaft. Toni Waser Reussbühl und Thomas Furger, Erstfeld heissen die neuen Freimitglieder. Roland Gisler, Seedorf wird neuer Rechnungsrevisor. Die 92. Delegiertenversammlung findet am 26. Januar 2013 in der Ägerihalle in Unterägeri statt.
Aus Anlass seines 50-Jahrjubiläums übernahm der Jodlerklub Muotathal die Durchführung der 91. Delegiertenversammlung des Zentralschweizerischen Jodlerverbandes. Die Mehrzweckhalle Stumpenmatt erwies sich dabei als geeignetes Tagungslokal, dass sich nach der Mittagsstunde mit Tagenden füllte. Pünktlich um 13.25 Uhr entbot das Alphorntrio «Frisch voran» musikalischen Willkommgruss, derweil die 592 Personen «Kamerade wemmer sy» zu Versammlungsbeginn sangen. Präsident Richard Huwiler war bemüht die Geschäftsordnung zügig abzuarbeiten und bediente sich deshalb der vorhandenen medialen Infrastruktur, was kein Verlesen der Gästeliste zur Folge hatte und eine Zeitersparnis war.

Positive Bilanz des ersten Verbandsjahres
Der Vorsitzende äusserte sich zufriedenstellend über seine 365-tägige «Regierungszeit» und hielt anhand seines Präsidialberichtes reichhaltige Rückschau auf das Gewesene. Besonders aufwendig sei die Phase des Einarbeitens ins Präsidialamt, Einsitznahme in die verschiedenen Gremien, Sichtung von Akten, mittel- bis langfristige Planungsarbeit und die Konsolidierung der Vorstandsarbeit gewesen. Erfolgreich, so Richard Huwiler, sei der LUGA-Jodler-Sunntig verlaufen, das ZSJV-Nachwuchsweekend auf Emmetten-Stockhütte und vorallem das Eidgenössische in Interlaken. Bedenklich stimmte ihn die Erkenntnis, dass an der Präsidentenkonferenz von 167 Klubs, 63 fehlten wovon 33 unentschuldigt fernblieben.

Finanzieller Taucher
Trotz Beitragserhöhung vergangenes Jahr schloss die Verbandsrechnung  mit einem Minus von Fr. 25′000.- ab, dies aber nur deshalb, weil letztes Jahr kein «Zentralschweizerisches»  stattgefunden hat, das neben Mitgliederbeiträgen die Haupteinnahmequelle ist. Gewinnbringend steht dafür die Fondrechung zu Buche.

Neue Vorstandsmitglieder
Wie eingangs erwähnt legte Kurt Kalbermatten nach 25 Dienstjahren als Verbandskassier sein Amt nieder. Seine verdienstvolle Tätigkeit ist mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft gewürdigt worden. Ebenfalls ins zweite Glied zurückgetreten ist Werni Arnold, Erstfeld, der 14 Jahre lang Obmann der Fahnenschwinger war. Auch er erlangte für sein Wirken die Ehrenmitgliedschaft des ZSJV. Toni Waser Reussbühl, und Thomas Furger, Erstfeld, sind zu Freimitgliedern ernannt worden. Roland Gisler, Seedorf heisst der neue Rechnungsrevisor. Problemlos schafften Erika Zanini-Brun, Altdorf und Walti von Matt, Immensee die Wahlhürde und belieben als neue Vorstandsmitglieder.

«Cheibe gmüetli i dr March»
Mit diesem Slogan trumpfte OK-Präsident Walter Stählin gross auf. Seinem Vernehmen nach ist für alles vorgesorgt. Ein Leitsystem soll ein problemlose An- und Abreise garantieren und ein Verkehrschaos verhindern. Für Gutbetuchte steht ein Helikopterlandeplatz zur Verfügung und über eine eventuelle Landung eines Airbusses A 380 darf spekuliert werden. Auch wettermässig solls hinhauen. Wätterschmöcker Martin Horat prophezeit einen heissen Juni, sodass vom 22. bis 24. Juni 2012 in Bikinis und Badehosen gejodlet werden kann. (Voraussetzung ist, dass das Festreglement geändert wird.)

Brillante Vorstellung von Sarnen als Jodlerfestort
Wenn auch ohne Mitbewerber, so warteten die Sarner Chöre: Sarnen,  Echo vom Glaubenberg und Obwaldner Trachtenchörli mit einer perfekten, professionellen und überzeugenden Präsentation auf. Daniel Ettlin, als Sprecher der Trägervereine, schilderte mit gewählten Worten und Bildern Sarnens Vorzüge als Festort. Die Intonation von Trudi Kisers «Arvi-Juiz» rundete diese vorzügliche und über alles geglückte Präsentation ab. Die alleinigen Bewerber erhielten unter tosendem Beifall den Zuschlag.
Nach reichlichem Apéro und feinem Bankett bestehend aus: Gemüsecrèmesuppe, Rahmschnitzel mit Teigwaren (Schrübeli) Gemüsegarnitur und Muotathaler Rahmkirschtorte fand die Veteranenehrung statt. Eysi Bärti Schwegler erlangte die Würde zu welcher wir herzlich gratulieren. Um 22.00 Uhr setzte allgemeiner Aufbruch ein und gegen Mitternacht erreichten wir  unseren Ausgangspunkt.

Da war da noch..
der vo Rotz Sepp. Dä gueti Teyfu isch am Morged am Achti scho uf Stans inä gfahrä und hed’s nid chennä verputzä, dass niämer umä isch. Äs Telefon midem Presidänt hed de fir Uifklärig gsorgt. D’Versammlig hed erscht am Namittag am halbi Zwei agfange und troffä hemmer eys am halbi Zwelfi. Em Sepp isch neyd anders ubrig bliebä as nu einisch heizfahre, s’Pyjama az’leggä und nachäz’schlafä.

Verdienstvolle und treue Koryphäen treten von der Jodlerbühne ab

January 15, 2012 – 8:41 pm

Die 91. Generalversammlung der Hergiswiler Jodler vom vergangenen Samstag, 14. Januar 2012 im Rest. Schlüssel, stand ganz im Zeichen von markanten Rücktritten. Die Vorzeigejodlerin vom «Echo vom Pilatus», Emmy Agner, wird nach 46 Dienstjahren etwas ruhigere Zeiten angehen, während der Ehrenpräsident Hans Wicki nach 44 Jodlerjahren die Segel streichen muss, dies infolge gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die ein weiteres Mitmachen unmöglich machen. Monika Odermatt und Richard Schmassmann haben den Verein ebenfalls verlassen.  Erfreulich dafür ist, dass Helen Spiess und Alois Würsch ihr Hospitantenjahr absolvieren und Martin Blättler sich in die Geheimnisse vom Jodeln einweihen lässt. Regierungsrat Hans Wicki und Charlotte Schnider werden in die Garde der Ehrenmitglieder aufgenommen.
Die Jubeltöne sind verklungen und der normale Jodleralltag hat wieder Einzug gehalten. Bevor das noch junge 91. Vereinsjahr seinen gewohnten Verlauf nehmen wird, war Rückschau auf das verflossene Jubeljahr zu halten und einen Ausblick auf die kommenden Jodlertage zu wagen. Neben viel Gefreutem gab es aber auch emotionale Momente, die sich an der diesjährigen Generalversamlung abspielten.

Ereignisreiches Jubiläumsjahr
Es isch es gfräit’s, harmonisches, aber ai strängs Vereinsjahr gsi, so luitet der allgemeini Tenor uber diä 365 vergangnä Täg wo mier eys 66  Mal troffä hend. «Mit Stolz und grosser Genugtuung» blicke ich heute auf das verflossene Vereinsjahr zurück, hed der Klubpresi gseid und seyni Schäfli weyter la wisse, dass mä 2012 gued und gärn als «Jahr vo de Stärnstunde» bezeichne darf. Wemä gsehd was alles das i denä Wuchä und Menet abgange-n-isch, so darf me das ohni z’ubertreybä sägä. Scho d’Organisation und d’Duräfiährig vo dr 90. Delegierteversammlig vom Zäntralschweyzer Jodlerverband vo Ändi Jänner isch ä happige Jubeljahristieg gsi, hed aber zeigt, dass Hergiswil ä gueti Adrässi fir derä Grossaläss isch.  Dä Chrampf und diä Mehrarbet hed aber mit grosser Isatzfräid und guetem Teamgeischt erfolgreych erlediged wärde chennä.  Mier luegid ufenes belzigs Jubiläumskonzärt zrugg, wo vomene köstlich mundende Viergang-Menü i-gleitet worde-n-isch. 850 Persone hend sich dr Carlo Brunner, s’Jodlercheerli Lehn, de Florian und  Seppli, s’Muilorgilitrio Schmittebuebe und nateyrlich s’Echo vom Pilatus nid la entgah. S’Eidgenessisch Jodlerfäscht z’Interlake isch zwar nid eso verluffe wemä sich das insgeheim vorgstellt hed, will us der Klass eis es Zwei worde-n-isch. Jedes Negativi  hed bekanntlich ai eppis Positivs und us dem Chratte nämid mier s’gmiätlich Zämäsey mid Gleychgsinnte, d’Fräid und d’Ambience vom Fäscht sälber, d’Sangesluscht und Pfläg vo der Kameradschaft, i Jodleralltag mit. Sie sind hilfreych dä Taicher chennä a’z' näh und midem z’läbä. Grossi Ehr isch eys zuteil worde, will mier a de Chilekonzärt in Signau bim jodelnde Pfarrer Stefan Haldemann hend derfä Gescht sey und mid eysnä Natuirjuiz uifwarte. S’isch ganz es idricklichs Erläbnis gsi. Unvergässlich isch ai d’Reis i’s Südtirol gsi, wo mier ungezwungeni Stunde und Täg vom Dolce far niente hend derfä gniässe. Krönende Abschluss vo dem Jubeljahr isch de das glungnigi Abschlusskonzärt i dr Hergiswiler Dorfchile vom vierte Adväntssunntig gsi wo s’Echo vom Pilatus midere feinä gsangliche Leischtig uifgwartet hed. Verzelle chennt mä-n-ai nu vo weytere nid erwähnte Uiftritt, mid denä mier Fräid vermittled und fir willkommeni Abwächslig gsorgt hend.
Liächt und Schattä sind eys im Läbesalltag  ganz nooch, Frehlichs und Truirigs gänd sich d’Hand. Ehrend wemmer i denä eys liäb gwunnene Mänsche gedänkä, mid denä mier es Stuck Läbeswäg hend derfä underwägs sey. Uber s’Grab uisä gilt d’Verbundenheit mid eysere Kameradin Conny Fallegger-Reinhard, diä mier vor Jahresfrist ufem Giswiler Friedhof zur letschtä Rueh hend miässä begleitä.

Personelle Veränderungen
Wer jodled stahd im Rampeliächt und wer jodled identifizierd sich mid dem was är macht. Doch irgendwenn einisch chund diä Stund wome dr Diänscht quittiärd und i d’Anonymität zrugg gahd. Das isch gleyner gseid als gmacht und will wohlweislich uberleid sey. Und dä Schritt hend zwe bekannti, beliäbti und gschetzti Persendlichkeitä wo Botschafter vo und fir Hergiswil gsi sind, jetz vollzogä. S’Emmy Agner und dr Hans Wicki. Ihri Ricktritt nach 46 respäktiv 44 intensivä Jodlerjahr dend logischerweys weh,  land Wehmued la uifcho und stimmid nachdänklich. So wird me inskünftig em Emmy sey klari, uisdruckstarchi und sonori Stimmfiährig, aber ai diä sängerische Qualitetä vom Hans Wicki vermisse. Beidi hend en uberuis erfolgreychi Duettzeyt hinder sich und beidi  hend immänsi Zeyt i ihres uber alles geliäbti Hobby investiert. Sie hend ai vorbildlichli Isätz fir s’Jodlerwäsä gleischded und unermässlich viel zum Fortbestand und zum hechä Aasehä fir s’Echo vom Pilatus beytreid. Zwe grossartigi und ruhmreychi Jodlerkarriere hend ihri Abschliss gfunde. Eysi beschtä Winsch und es grosses härzlichs Dankescheen megi diä zwe Demissionäre i diä nun folgendi jodlerlosi Zeyt begleite.
Mit de Karin Biner-Wicki chund s’Echo vom Pilatus ä neywi, talentiärti Vorjodleri uber, während d’Helen Spiess, dr Alois Würsch und de Martin Blättler s’Hospitantejahr i Agriff nämid. Nachdem d’Monika Odermatt und de Richard Schmassmann ihre Diänscht bi de Jodler vom Lopperdorf ai volländet hend, bleybt  d’Personalsituation weyterhin aagspannt.

Guter Geschäftsgang
Finanziell laifts de scho entschiedä besser. Der Kassier Sepp von Rotz hend ä respektable Reingwinn vo Fr. 8000.- chennä bekannt gäh. Ai d’Wahlä gänd zu Optimismus Alass, de dr Stefan Thalmann bleybt 2 Jahr Presidänt, dr Sepp vo Rotz luegt ä weyteri Amtsduir zum Gäld und dr Willy Rohner bleybt 731 Täg Schreyber. D’Karin Biner wird  neys Mitglied i dr Muisigkommission. Alli andere Mandatsträger hend d’Wiederwahl vo eim Jahr agnu.
Gebührendi Ehrig hed eysä Vizepresi Martin Waser fir 40 jährigi Vereinstreyj derfä erfahrä. Dr Erscht Basssänger isch ä wärtvolli Stitzä, ihns chamä vielseytig isetzä, was är i d’Finger nimmt das klapped. Fir 25 Jahr isch dr Schwegler Bärti g’ehrt wordä. Im Muotathal, weisch dettä, dettä wird är am 28. Jänner zum Jodlerveteran ernannt.
Sitt Jahrä darf s’Echo vom Pilatus uf offeni Händ vo de Charlotte Schnider zellä. D’Gschäftsfiähreri vo de Marti-Dytan AG in Horw, isch ä grossi Jodlerfrindin und gherd usinnig gärä Ländlermuisig. Ihri grosszigigä Vergabigä i d’Vereinskassä oder Sponsorbeyträg verdankt d’Hergiswiler Jodlerschar mid der Verleihig vo der Ehremitgliedschaft. Dr amtierendi Nidwaldner Buidiräkter Hans Wicki isch sitt Chindsbeinä  midem Hergiswiler Jodlerklub verbunde. Trotz seym ubervollnä Terminkaländer hed der Hans isserscht magistral und umsichtig a dr 90. Delegiärteversammlig s’letscht Jahr, als OK Presidänt gwaltet. Dank seym grosse Beziähigsnetz und seynä ihm eignä sehr gepflegtä Umgangsformä, sind Sponsoregälder gflosse, wo firnä Alass vo derä Gressi eifach unentbehrlich sind.  Ai der Hans isch fir seyni Verdiänscht mid der Ehrämitgliedschaft vom Klub belohnt worde.

Jodlerfäscht i dr March, keis Thema
Eysä Dirigänt Franz vo Holzä hed 2012 zum Uifbuijahr erklärt. Seyni persendliche Ziel hed är we folgt definiert: Integration vo neywä Chormitgliedere, Chorklang, suibere Stufewächsel, Uissprach, Intonation, Dynamik sowie Festigung und Erweyterig vom Repertoire. Ahand vo denä gmachtä Uissagä isch aaznäh, dass d’Sängerschar nid mid Sammethändschä aglängt wärdä wird. Jedi und jedä isch gfordered, alli wärdid ihrä Beyträg leischtä miässä, dass es erfolgreychs Midenand gid. Ufene aktivi Jodlerfäschtteilnahm vom 22. - 24. Juni z’Lachä, wird drum us bekannte Grind verzichted. S’Haiptaigämerk gilt em eigene Jahreskonzärt vom 31. März 2012, womä ä gueti Gattig mache will.

Dirigent Franz von Holzen feierte seinen Fünfzigsten

December 28, 2011 – 11:47 am

Er hat nun auch ein Feyfi am Riggä, wo ihn’s stehrä chennt bim Liggä. Seit dem 26. Dezember 2011 befindet sich der musikalische Leiter der Hergiswiler Jodler nun auch im Kreise der Fünfziger und hat seinen runden Geburtstag in ganz gediegenem Rahmen gefeiert.
Eine erlauchte Gästeschar durfte Franzens Einladung Folge leisten und sich am Abend des Stefanstages im Schützenstübli der Sportschützen Buochs-Ennetbürgen einfinden. Das geräumige, heimelige Lokal mit topmoderner Infrastruktur ist zum Festsaal unfunktioniert worden, wo sich das Begrüssungsprozedere abspielte und dem reichhaltigen Apero zugesprochen werden durfte.

Und alles drehte sich um Franz
In Zusammenarbeit mit Gattin Astrid und den beiden Buben Sven und Lukas ist dieses Fest vorbereitet worden.  Mit einer fein erarbeiteten Powerpoint Präsentation erlebte diese Feier einen ersten Höhepunkt. Franz war logisch Hauptdarsteller, präsentierte seinen Werdegang und legte seine Vorlieben offen. Familie, z’Bärg gah, Schifahren, Bädele vorallem aber Fotografieren, Jodeln, Alphornblasen und Muisig mache sind seine Betätigungsfelder. Dass die Geselligkeit bei der Familie von Holzen von der Oberrüti ganz grossen Stellenwert geniesst, bewiesen die unzähligen Reminiszenzen von internen Familienfeiern die jeweils recht ausgiebig ausgefallen sind. Nach diesem reichhaltigen Rückblick, durften sich die Geladenen am gedeckten den Tisch niederlassen und Tafelfreuden hingeben.

Vorzügliches Festmahl
Der Party Service Zibung wartete einmal mehr mit einer Klasseleistung auf und verwöhnte die Gäste ganz nach ihrem Gusto. Es feins Weissweinschaumcrèmesüppli leitete zum Hauptgang mit Schweinsbraten (mideme ganz pikante Söseli) Rüebli, Bohnen und Spätzli über. Der Nachtisch war ein Hochgenuss. Vacherintorte à la Hampi Gander mundete ausgezeichnet und war so gut, dass es selbst nach Tagen nach nu mee schmeckt.  Am Trochene sitze  hed me nateyrlich nid miässä, denn Tranksame war reichlich  vorhanden.

Gelungene Darbietungen
Ganz spontane Auftritte beleben so eine Zusammenkunft und demzufolge durfte sich Franz an solchen erfreuen. Für Erstaunen sorgten vorerst unsere Vorjodlerinnen Monika Odermatt und Helen Spiess. Nachdem sich Franz ihrer annahm und mit ihnen während dieses Jahres Spezialproben hielt, zeigten sich die Beiden erkenntlich und  überraschten den Jubilaren und die Gäste mit zwei Duettliedern. Mit den Stählikompositionen: «Wenn ich ä Juiz cha ghere» und «Mis chline Veieli» (von Silvia Herger am Akkordeon begleitet) liessen sie aufhorchen und sorgten für eine kleine Sensation. Aufstrebend auch das Trio Zindholz, das laufend Fortschritt macht und sich positiv in Szene setzt. Erwartungsgemäss reihten wir Jodler uns auch unter die Gratulanten ein und warteten mit dem einen oder anderen Lied und Juiz auf. Mit dem Sketch: «A dr Jodlerprob» verfasst von Willy von Holzen, glänzte die Oberrütidynastie als Theatergruppe und offenbarte mit dem Jodellied «Eysä Franz» (Text: Beat von Holzen; Musik: Ruedi Bieri) ihre Gesangsqualitäten.

Danke lieber Jubilar Franz
Dein gemütliches Fest ist Vergangenheit lebt und in Erinnerungen weiter. Die Hergiswiler Jodlerschar nimmt die Gelegenheit wahr und bedankt sich ganz herzlich:
für die ergangene Einladung, der sie sehr gerne gefolgt ist,
für Speis und Trank empfange lieben Dank
und für alles das, was Deinen Fünfzigsten unvergessen werden lässt.
Unsere besten Wünsche begleiten Dich ins noch junge neue Lebensjahr und ins neue Dezennium, wo gute Gesundheit, Glück in Familie und Beruf, Wohlergehen und Zufriedenheit ständige Begleiter sein mögen.

Begeisterndes Abschlusskonzert

December 20, 2011 – 6:31 pm

Das Jubeljahr der Hergiswiler Jodler ist am 4. Adventssonntag in der Pfarrkirche St. Nikolaus klangvoll zu Ende gegangen. Sehr gut vorbereitet durften sie sich vor riesiger Zuhörerkulisse präsentieren und erbrachten eine höchst erfreuliche Gesangsleistung. Sehr zu gefallen wussten auch die Group Sternenklar aus Kerns, das Trio Zindholz aus Ennetmoos und vor allem die Ennetbürgerinnen Andrea und Monika Frank mir ihrer Akkordeonistin Franziska Inderbitzi.

Mä hed’s de bim Isinge scho gmerkt, ä liächti Närväbosheit isch vorhande gsi, obwohl’s gschienä hed als wär me nach ussä rächt locker. Item, das dued neyd zur Sach, will’s bi somene wichtige Uiftritt eifach derzue gherd, dass d’Lag agspannter gsi isch weder susch. Im Chiläzenter Hostatt hemmer nachem Irichte diä letschtä Trainingseinheite absolviert und sind de nachhär ganz gmiätlich Richtig Sakristey gluffä und hend de dr Feyfischlag vom Chiläturm erwartet. Und de isch’s losgange.

Freunde lasst uns singen, lasst uns fröhlich sein
Mä chas glaibe oder nid, vor gfilltä Chiläbänk derfä konzärtierä, dass macht ehrlich Fräid, isch Motivation und gid Zueversicht ä bsunders gueti Leischtig abz’riäfä. Ohni z’ubertreybä, dass hemmer gmacht! Mier sind zämägstande und hend d’Ileitig vom «Andachtsjodler» en Uberlieferig us Eschtereych la verklingä und nachhär mit der Intonation vo derä Melodie d’Konzärtereffnig vorgnu. Still, ruehig, in sich gekehrt, aber ai erwartigsfroh sind diä Leyt i de Chiläbänk gsässä und hend mid Andacht diä Gsäng und musikalische Wärch gnosse.
«Es treicheled heizue» isch de dur s’Echo vom Pilatus vortreid worde. Dr Freyburger Alfons Gugler hed’s verstande, das Liäd wo Alpabfahrt, Winteribruch und diä letschi Reis vo eysem Dasey uf sinnigi Weys beschreybt ine gherfelligi Melodie midere Brisä Melancholie verpackt. Vielleicht nid unbedingt es Liäd wo i d’Adväntszeyt passt, wenn’s aber guet vortreid wird hed’s durchuis sey Berächtigung.  Sehr pässlich hingägä isch der «Bätruef-Juiz» vo dr Anni Wallimaa. Das erhabni Wärch isch gediegä gued derthär cho und d’Sequänz «Lobä zue lobe, i Gott’s Name lobä» usem gleychnamige Hochgebät vo de Älpler hed bestimmt zu Hiähnderhuit gfiährt. Dr Ernst Sommer isch Komponischt vo de «Wiähnachtsglogge». I dem Liäd nimmt är s’Thema: Streyt, s’bittri Läid, aber ai Rueh, Friedä, Fräid und dr Gloggäklang uif. Es uisgsproche passends Liäd fir diä Täg vor Wiähnachte und wer uf der Suechi nach Rueh und Friedä isch, gfindt’s gwiss bim Losä vom Gloggäteen. Scheen und feyrlich ja fascht gheimnisvoll hed’s teend und wer s’gherd hed, bi dem klingt das Bim bam bim bam bum ai nu nach Stunde nachä.

Andrea und Monika Frank - absolute Spitze!
Ein Geschenk der besonderen Art, vor allem eine echte Konzertbereicherung sind die Darbietugnen von Andrea und Monika Frank, gewesen. Vortrefflich wie Mutter und Tochter gesanglich harmonieren. Exzellent wie die Beiden ihre Voträge darboten. Ob «Nachtbuebe- oder Änäflio-Juiz» im Duett gesungen, oder «Es Gschänkli» und «Mier sägä Dank» als Solistinnen, die Gesangstalente aus Ennetbürgen, sorgten für einen absoluten Hörgenuss. Erwähnenswert auch Franziska Inderbitzi, die mit sehr subtiler Akkordeonbegleitung aufwartete. Trotz winterlichen Verhältnissen, diä drey Fraijä hend mid ihrer Muisig fir d’Ohrä ganz ä huifä Sunnä uf Hergiswil brungä.

Group Sternenklar und Trio Zindholz
Der abwechslungsreiche Konzertabend lebte nicht nur von einfühlsamen und nachdenklich stimmenden Vokaldarbietungen, er war auch von gehörfälliger Instrumentalmusik geprägt. Einen Abstecher in die Klassik machte dabei das  Kernser Ensemble Sternenklar mit Ferdinando Carulli’s «Larghetto». Beste Werbung für ihren Wohnkanton machte das Musikantenquartett mit Peter Berchtold’s «Obwaldner Polka». Lieblich und ganz gmegig interpretierten Marianne Limacher, Hedi Boller, Anett Huser und Noldi von Deschwanden «Üses Müetti» von Hans della Torre und glänzten mitem «Chilchli» von Emil Grolimund als Instrumentalversion.
Bim Trio Zindholz isch Zug druif. Dr Sven und dr Lukas vo Holzä beherrschid s’Handwärch und musiziärid was das Zeug hält. Ihre Vatter dr Franz, hed de am Bass firä Bode zu denä Muisigtitlä gsorgt. Ai wenn’ s i dr Chilä uifgspielt hend, so hätt mä chennä mäine, sie wärid am Samschtig zerscht bim «Schiplaisch am Rothorn» gsi, hättid de am gleychä-n-Abig z’Näfels «A dr Länderwiehnacht» teil gnu, dettä «Dänisch-Schottisch» gspielt und midem «Feyr vo dr Sehnsucht» i de Wiesibärger Jodler nu Konkurränz gmacht. Mid derä Version isch vermuetlich neyd gsi, will 13 und 15 jährigi Jungmuisikante ohni elterlichi Begleitig a somene Gross-Alass neyd verlore hend. Und übrigens…
wer am Sunntig a somene Konzärt uifträttä darf, mues gnueg gschlafe ha. Mä darf aa-nä das dem eso gsi isch.

Gesanglicher Schlusspunkt
«Ä liäbä Mänsch» hend Gaschtformatione mit Instrumentalbegleitig gsunge und da hend diä abgsprochnä, underschiedliche Abfolge vo dr Interpretation firnä Farbtupfer gsorgt. S’bekannti «Leise rieselt der Schnee», wo d’Konzärtbsuecher chreftig mitgsunge hend, hed dä vorwiähnächtlich Konzärtabig abgrundet.

Fazit vo dem gfräitä Abschlusskonzärt:

Willst du glücklich sein im Leben
trage bei zu andrer Glück
denn die Freude die wir geben
kehrt ins eigne Herz zurück.

Mid dem Konzärt hemmer ganz viel Fräid verteild, Fräid wo vo Härzä cho und zu Härzä gange-n-isch. Fräijd mier eys am Erreichtä und packid mid Fräid diä kommende Uigabe-n-aa,  de wenn bi de Jodler d’Fräid nid wär, de wär diä Wält ganz öd und läär.

Und ganz zum Schluss das Zitat des Tages: Was diä drey Fraijä und 15 Mannä bottä hend isch höchscht beachtlich!

Chächi Mannä haltid Generalversammlig

December 11, 2011 – 1:14 am

Die 66. Generalversammlung der Hergiswiler Sagmählfrindä ging fast schnellzugtempomässig über die Bühne. Rolf Wesner übernimmt den Posten des Technischen Leiters von Nicole Kurmann. Eine Einheitsjacke war thematisiert und mit Fr. 700 .- hed me liächt hindersi gwirtschaftet.

Äs isch Tradition, dass d’Schwingersektion Hergiswil am erschte Samschtig vom Chrischtmonet sey Jahrestagig durefiährd und es gherd zum guete Ton, dass d’Hergiswiler Jodler diä Tagig musikalisch dend begleitä. Midem «Kamerade-Juiz» hemmer dä Natuirjuiz vom Fredy Wallimaa gwehlt wo i Jodler- und Schwingerchreisä ganz bsunders s’Zämägherigkeitsgfihl understreychä dued.

Frisch gewagt
Reto Blättler fungierte zum ersten Mal  als Versammlungsleiter und der 25 jährige Kaufmann überzeugte vollends. Sehr gut vorbereitet, ruhig, abgeklärt und sehr selbstsicher sprach er zu den Anwesenden und lieferte eine tadellose Leistung ab. Es war eine Freude dem Jungmann zuhören zu dürfen. Die Abarbeitung der Traktandenliste vollzog er schnörkellos. Auch seine «Hintermannschaft» ist den Erwartungen gerecht geworden.

Jodlervorträge brachten Abwechslung
Es ist ja logisch, dass an solchen Tagungen viel (fast viel zu viel) glavered wird. Da sorgen natürlich Jodlerteen für die nötige Auflockerung. So erklang bei der Totenehrung «Ä liebe Mänsch», die Ehrungen untermalten wir mit «Bärgkristall» und Melk Blättler’s «Hergiswiler-Juiz» ertönte als Versammlungsschluss. Mä hed fascht dermit g’rächned, dass es ä Zuegab gäh chennti und mit Hans Walter Schneller’s «Bärgarve» hemmer das Lied gsunge, wo seid, dass s’Land und s’Schwiizervelchli em Herrgott s’eys Liäblingschind isch, ai wenn sie hiänta u’ghobled dend oder sind.

Suirchruid, Späck und Bohnä….
Schwinger megid ässä heisst’s alig eppä. Aber nid nur diä Chraftprotzä hend guete Appetit, ganz im Gägäteil. Wer im Hergiswiler Schlissel a dr Versammlig gsi isch, hed dernah de gley einisch gmerkt, dass ai gwehlich Stärblichi zimpftig zueschlah chenid.  Bärnerplatte isch bekanntlich eppis Chüschtigs und einisch ä chley sindige  wird me wohl nu derfä. Z’beduirä isch nur dr Choch gsi, är hed’s wirklich mee als nur gued meind. Drum bleybt im neyd anders ubrig, als das är etlichi Portione bis zur nechschtä Schwinger-GV wird miässä  tiäfgfreyrä, ussert es chämti ä grossi Gsellschaft wo gnai das Menü uisläsä wurd. Är wär da gley parat.

Perfekt organisierte Schwinger-Veteranentagung

November 2, 2011 – 7:06 pm

Etwas Besseres und Gediegeneres hätten sich die chächä Mannä von einst zur 75. Veteranentagung gar nicht wünschen können. Da sind die kühnsten Erwartungen bei weitem übertroffen worden. Das war ganz grosse Klasse, denn es fehlte nichts. Angefangen beim Shuttlebus, der diejenigen wo nimme so guet z’Fuess gsi sind zur Verfügung stand, oder die heimeligen Alphorntöne zur Begrüssung vor dem Loppersaal-Eingang. Dann der offerierte Gratis-Kaffee mit Gipfeli und schliesslich eine minutiös geplante Tagung, die wie am Schnüerli verlief. Es platt’s Zähni!
Wer den Gärtnermeister vom Schwändeli kennt, weiss was der Godi Blättler will. Auf jeden Fall keine Halbheiten. Seine Ideen hat er brillant umgesetzt, nichts dem Zufall überlassen und zusammen mit seinem Helferstab, der genau am gleichen Karren zog, der alten Garde vom Schwingervolk gezeigt, wemes macht. Für uns Jodler begann dieser prächtige Spätherbstsonntag um 08. 45 Uhrmit dem Einsingen im 418i. S’ hed zääch gha am Afang, de mier sind regumässig gheyd. (We seid me allig eppä: wenn’s i dr Prob nid haid, de gahd’s bim Uiftritt besser.) Mit dem «Hergiswiler-Juiz» der ganz gut daherkam, durften wir die Eröffnung dieser Tagung vornehmen. Bei der Totenehrung erklang «Abschied», für die Geehrten ertönte «Stärnstunde» und als Schlussdarbietung stimmten wir den «Matterbedeler» an. S’Schwingervolk gsehd nid nur gärä packendi Zweikämpf,  s’jodlä nimmt ä grossä Stelläwärt ii und so isch z’erwarte gsi, dass mier d’Zuegab, em Hans Walter Schneller sey «Bärgarve» aastimme hend derfä, wo diä 700 Persone muggsmeysilistillä gnossä hend.
Der Apero ufem Paiseplatz ussä, isch dermassä reychhaltig  uisgfalle, dass me sich mee als nur uisgiebig hed chennä dra verweylä. Hesch fascht alles chennä ha was s’Härz begährt, und diä passend Muisig vo de Pilatusmusikante gspielt, hed s’Gniässä vo denä Cheschtlichkeitä fascht zumene Fäschtässä gmacht. Aschliessend sich es feins Bankett mid Salat, Bratä (lind und scheen feyn gschnittä), Härdepfustock und Dessert g’serviert worde wo de zum gmiätlichä Zämäsey uberegleitet hed. Diä ungezwungene Stunde hed d’Kapälle Reto Blättler mid lipfigä Ländlermuisigteen undermalt.
S’isch ä gfräitä Tag gsi, nid nur fir d’Schwingerveterane, näi ai fir Hergiswil. S’Glasidorf hed sich vo dr beschtä Seytä zeigt und isch ä härzlichä Gaschtgäber gsi. Drum darf vermuetet wärde, dass diä Eidg. Schwingerveteranevereinigung anä 2036 ihrä 100. Geburtstag vielleicht wieder z’Hergiswil feyrä wird. Nid umäsusch heisst im abgänderete Lied «Schwingerlüt vom Schwiizerland»: Hüt gahd’s luschtig hei juhei, Veterane sind willkomme!

Signauer Kirchenkonzerte - ein nachhaltig beeindruckendes Erlebnis

October 17, 2011 – 10:44 am

Überaus gehörfällige Orgeltöne - gutgemeinte Worte firä Alltag, virtuose Schwyzerörgelibegleitung und brillante Jodlertöne prägten diesen Abstecher ins Emmental. Ein Ereignis, das unter die Haut gegangen ist und zum Nachdenken anregt. Mä glaibt’s chuim, dass es das gid.
Wemä, we mier Hergiswiler Jodler am Sunntig, 16. Oktober 2011, bi herrlichem Herbstwätter zur Fahrt is Ämmital uifbricht, so isch das es ächt’s Vergniägä gsi und mä hed’s gärn gmacht. Wemä-n-aber als Innerschweyzer Jodlerklub im Bärnbiet uifträttä darf, so wird sones Reisli zum Gnuss, isch ä Riesä-n Ehr und erfilld eim mid Stolz.

Traditionelle Konzertreihe
Stefan Haldemann ist einer der klingenden Namen in der Schweizer Jodlerszene und der jodelnde Pfarrer von Signau, midere Stimm we-n-es Gleggli, ist seit seinem Amtsantritt 1992 dafür besorgt, dass die Signouer Chilchekonzärt zum Begriff geworden sind. Mit seinem Lebenspartner Jürg Wenger zusammen, ist Stefan OK, Programmgestalter, Ansager und Gästebetreuer in Personalunion. Was relativ einfach aussieht, ist von grosser Professionalität gekennzeichnet. Är isch Pfarrer us Berufung, liebt diesen Job und macht’s gerne. Dies verdeutlich seine Beliebtheit bim Chilevolch.

E Hampfele gueti Gedanke; s’Gschichtli vom Hundeli und em Gärä ha
Wörtlich führte der Kirchendiener in heimeligem Bärndütsch aus: «E gschyde Maa het mau gseit:Das einzige Beständige im Leben ist der Wandel! Das Sätzli het mi de chly zum Nachedänke bracht und i ha derby dr Iidruck gah, das stimmi nume halb. Dr Wächsel i üsem Läbe isch gloub nume eine vo zwene Pole, wo üses Ärdedasy umspanne und em eso d’Form gäbe.
Zum Wandel ghört bischpielswys ds geng ume neu Lehre, sech uf Situatione, uf d’Mönsche iiz’stelle, oder o ds Lehre, Situatione oder Mönsche ume losz’lah we’s Zyt isch derfür; ds Beständige als Gägepol isch für mich persönlech sicher üses Gloube, Hoffe u Gärnha, oder mit angerne Wort, dä wo über allem Läbe schteit u geschter, hütt u morn dr gliich blibt. Ihm sölle mer üsi Zyt, jedi Schtung vo üsem Ärdedasy u drum o dr beschtändig Wandel aavertroue, wiu bi Ihm alles guet ufghobe isch, und wiu Är o dä isch, wonis dür alles düre begleitet und geng ume aanimmt, wie mer o sy, was mir üserersits ja de äbe o geng ume mit üsne Mitmönsche sötte mache. Drum wetti dä Gedanke - nid zletscht o als chlyni Iiladig  für ne sälber wyterz’dänke - jetz no mit emene chlyne Gschichtli verdütliche: Und dieses Gschichtli handelte von einer Tierhandlung  in deren Schaufenster ein Schild hing worauf stand. Junge Hundeli zu verkaufen. Ein kleiner Junge sah dies, betrat das Geschäft und fragte: Ws choschte die chlyne Hüngli? 80.- bis 100.- Franke sagte der Geschäftsbesitzer. Der Junge griff in seiner Hosentasche und kramte 7 Franke 20 Rappe hervor und fragte: Aber ich darf se gliich mau aaluege? Der Ladenbesitzer pfiff der Hündin und hinter ihr stolperten tolpatschig fünf kleine Hundeli hinter her. Eines davon humpelte und war deutlich langsamer als die anderen. Was ist mit ihm fragte der Junge. Der Hundehalter erklärte ihm, dass der Welpe einen Geburtsschaden hätte und nie richtig laufen würde. Den möchte ich kaufen sagte der Junge. “Den würde ich nicht kaufen, antworte der Mann, aber wenn Du ihn haben willst dann schenke ich ihn Dir.” Der  Junge blickte dem Mann ganz entschlossen in die Augen und sagte: “Ich will ihn nicht geschenkt haben, ich kaufe ihn, denn dieser Hund ist jeden Rappen wert genauso wie die anderen. Ich geben Ihnen meine 7 Franken 20 Rappen  und bringe jedi Wuche e Franke verby bis er ganz abzahlt isch.” Und wieder sagte der Ladenbesitzer: “We-n-i Di wäär würdi-ne nid choufe, dä wird nie mid Dier chönne umerenne und umetobe.” Da zog der Junge sis einte Hosebei hoch, eine Metallschiene wurde sichtbar die sein verkrüppeltes Bein stützte. Liebevoll schaute er den Hund an und sagte: “Wüsster, ich renne selber auch nicht so gut u i ha ds Gfüehl, dä chlyni Hund da wird öpper bruuche, wo ihn versteit, wone aanimmt u ne gärn het.” Im Gschichtli chund viel Wahr’s vor, wo zum Nachedänkä aregt. Aanäh? - Verstande wärdä? - Gärn ubercho und gäräha?

Hochstehende Vorträge
Es machte äusserlich den Anschein, dass wir Hergiswiler Jodler rein äusserlich einen lockeren, gelösten und gutgelaunten Eindruck machten, innerlich aber täuschte der Eindruck nicht darüber hinweg, dass eine gewisse Anspannung spürbar war. S’hed’s ai gäbig derfä sey, angesichts der hohen Erwartungen die es zu erfüllen gab. Im Stöckli unweyt vo dr Chilä hemmer igsunge und eys uf dä nid alltäglich Uiftritt vorbereitet. Dr Dirigänt Franz hed probiert vorhandeni Nervisotät z’näh und gseid: “Singid mid Freid und Härz, luegid nid feyschter dri zeigid viel mee es strahlend’s Lache, schliesslich isch’s ä Fräidetag. Rächt hed är gha, aber s’isch liächter gseid als gmacht. Nachem Zämleytä isch’s Konzärt am Vieri am Namittag losgange. Nachere churze Ifiährig durä Stefan Haldemaa hemmer midem «Aelggi-Juiz» en erschti gsanglichi Visitecharte abgäh wo ganz guet grate-n-isch. «Ä liebe Mänsch» und der «Hergiswiler-Juiz» sind de diä weytere Vorträg gsi und hend bim Publikum guete Aaklang gfunde. Ganz gediege sind «Stärnstunde» und dr «Bätruef-Juiz» derthärcho und als Sänger hed me’s gspiert, diä Darbiätigä hed d’Zuähererschar ganz bsunders gschetzt. Mit ««Bärgandacht» und em «Matterbedeler» als Zuegab hemmer eysi Bühnepresänz am Namittag abgschlosse. Nach reychlicher und gueter Verpflegig im «Rothe Thurm» hemmer s’gleych Programm am Abig am Achti vorere chleynere Bsuecherzahl nu einisch gsunge und sind mid grossem, wohlwollendem Applais i-deckt worde.  Ganz ä gueti Sach in gehobener Atmosphäre hed en würdige Abschluss mid nachhaltiger Wirkig gfunde. Äs isch so scheen gsi, dass me’s gärä wieder einisch macht.

Brillante Berner Jodlerkunst
Zweifellos, die Person des Tages kannte einen Namen: Stefan Haldemann. Ohne die überzeugende Leistung seiner Kameradin, Christine Schlüchter (Diese zierliche und hübsche Person, war die Entdeckung des Tages. Sie ist eine grossartige Jodlerin. Schaad gid’s nid nu meh vo denä!!) und Kameraden (Bruno Boss und Philipp Jost) zu schmälern, Stefan beeindruckte unheimlich. Seine sonore Stimmführung im Terzett: Haldemann-Boss-Jost, oder als Duettpartner von Christine Schlüchter, aber auch als Solojodler. Die Stimme dieses begnadeten Jodlers und Kirchendieners klingt gleichermassen in die Welt hinaus wie die sonntägliche Frohbotschaft. Tiefsinnig auch seine Liedtexte die sehr glaubhaft wirken und eine dementsprechende Intonation erfahren. («s’Liecht i Dir» und «Es Lied voll Sunneschyn» sind so Kompositionen, aus denen trotz allen Widerwärtigkeiten des Alltags Licht, Wärme, Kraft und Zuversicht spürbar wird.) Humor kam aber auch nicht zu kurz. So sang das Terzett in der dritten Strophe von Arthur Beul’s «Margritli»: “Margritli du Socke, du hesch mi la hocke…” und erntete dafür grossen Applaus. Nicht zu vergessen gilt es Jürg Wenger’s lüpfigen und wohlklingenden Orgeltöne sowie die feinfühligen und vortrefflichen Schwyzerörgelibegleitungen.
Fazit dieses Abstechers: Signau war in jeder Beziehung eine Reise wert! Mier dankid vo Härze und dänkid gärä zrugg.

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen

October 9, 2011 – 8:49 pm

Das Reisen war vom 7. - 9. Oktober dieses Jahres der Hergiswiler Jodler Lust vor allem darum, weil sie sich in einem geräumigen Gefährt (sprich Bus) platzieren konnten, das sie von Peter Steuri, in Diensten der Firma Koch Giswil stehend, für drei Tage ins wärmere aber windige Südtirol brachte, wo sie ganz ungezwungene Stunden verbringen durften. Klubschreiber Willy Rohner und seine Gattin Marietta haben drei unvergessliche Tage organisiert, die den Teilnehmern in bester Erinnernung bleiben werden. Giuliemo e Marietta tante grazie per il vostro lavoro che voi avete fatto per questo viaggio e per tutti persone del Jodlerklub Echo vom Pilatus.
Nach herrlichen Spätsommertagen hätten wir Jodler natürlich nur allzu gerne derä Prachtswätter zum reisä gha, aber äbä, diä Leyt mid ihrnä Wättervorherlügen hend’s tatsächlich preicht, de uber Nacht hed’s nämlich chreftig g’s…schittet und so sind d’Erwartige unerfüllt bliebä. (Derfir hemmer Sunne-n-im Härz gha.) Reiseleiter Willy hatte ein minutiöses Timing erarbeitet, sodass der Car, genau um 07.00 Uhr dieses Freitagmorgens 7. Oktober 2011, nachdem in Sarnen, Kerns, Ennetmoos, Stans und Stansstad, bereits Teilnehmer zugestiegen waren, beim Hotel Pilatus Hergiswil den vorletzten Zwischenhalt machte wo sechs Personen einstiegen und die Fahrt an den Obermattweg 3 fortsetzte, wo der Rest der 34 köpfigen Gesellschaft im Innern des Cars Platz nahm. Die grosse Reise begann nun und nahm einen optimalen Verlauf, zumal die Cityring Baustelle ungehindert passiert werden konnte und auch der Hirzel nicht zur Geduldsprobe wurde. In flottem Tempo gings dem rechten Zürichseeufer entlang Richtung Raststätte Glarnerland-Abzweigung Sargans-Richtung Feldkirch. Wie es sich für «Reisende der gehobenen Klasse» (mä hed sich mindestens eso derfä fühle) geziemt, fehlte es an «geschultem Personal» und Sponsoren für diese Gästekategorie ebenfalls nicht. Susanne Tobler entpuppte sich als versierte Hostess, liess ihre ganze Klasse aufblitzen und servierte ganz gekonnt den von Bärti Schwegler zubereiteten Kaffee. Marietta Rohner verabreichte Gipfeli und Servietten  und zu guter Letzt war es Vreni Schwegler, die das dazugehörende Schoggelädli offererierte. (Mä hed g’läbt we Schmarotzer). In der Raststätte Rheintal legten wir einen Kaffeehalt ein und verschafften den Rauchern die Gelegenheit ein Lungäbrötli zu genehmigen. Nach der Zollabfertigung in Feldkirch/Tisis erreichten wir um die Mittagszeit Mils/Schönwies, wo in der Raststätte Trofana der gedeckte Tisch auf uns wartete.  Doch das Menü «musste erarbeitet» werden. Also standen wir «zmitzt im Chueche-n-inne» zämä und lieferten eine Kostprobe unseres Könnens, was viele Schaulustige anlockte, die unseren singenden Willkommgruss auf Tirolerboden schätzten, mit Applaus bedachten und ihn fotografisch festhielten. In der «Patznaun’r Stuba» durften wir uns alsdann mit einem Dreigänger stärken. Die Zeit bim Zämäsitze und plederle verstrich im Nu und gegen 14.30 Uhr war Weiterfahren Richtung Innsbruck- Brennerpass angesagt. Hochinteressant was sich auf dieser sehr gut ausgebauten«Rennstrecke» abspielt und we da gfräsed wird. Dies machte unserem Chauffeur überhaupt keinen Eindruck, denn mit jedem Meter kamen wir unserem Zwischenhalt Sterzing näher. Dort war Gelegenheit geboten, sich in der Fussgängerzone d’Bei z’vertrampe, es Käfili z’gniesse und Mini-Einkäufe zu tätigen. Um 16.30 Uhr erfolgte die Weiterfahrt nach Leifers/Laives, unserem Reiseziel. Im Hotel Steiner, einem Dreisternehaus an der J.F. Kennedystrasse 23, erfolgte nach Goferefassä der Zimmerbezug. (Das Haupthaus umfasst 42 Zimmer, 15 Zimmer stehen im Gästehaus Karl bereit,  32 Personen finden Beschäftigung und 200 Camper Standplätze plus etliche kleine «Luschthuisli» können gemietet werden. Ein Freiluft- und ein Hallenbad stehen ebenfalls zur Verfügung. Das Hotel ist Eigentum der Familie Pfeifer, die dieses Imperium in dritter Generation führt.

Die lange Nacht beginnt
Um 19.30 Uhr war Nachtessen angesagt, wo der Magenfahrplan ein Intensivstudium erfuhr. Als Tischgebet erklang «Dr Matterbedeler» und «Bärgkristall». Und dernah…ja dann begann der Verzehr der heissgeliebten «Tennisballä», Knödel genannt. Der Absatz hielt aber sehr in Grenzen, denn die grosse Mehrheit der servierten Pfifferlingknödel an Pilzsauce abgeschmelzt sind den Rückweg in die Küche gegangen, sehr zur Enttäuschung vom Koch.  (Mä hed me ab- weder uiftisched.) Dafür schlug man beim Salatbuffet zu. Wohlgenährt konnte nun das gemütliche Zämäsey gepflegt werden. Im Verlaufe des Abends gab’s scheyns etliche Showtalente zu bewundern, allen voran Waser Paul, der die Versammelten bei bester Laune hielt. Es soll laut Insiderkreisen Halbi…gewesen sein, als man sich nach Gratisbier zur Ruhe legte.
Zitat des Tages: S’hed de nu Raucher dainne s’susch gid das en inneri Urueh.

Stadtführung in Bozen
Nach gut durchschlafner Nacht war das Duschen so eine Sache, denn die Platzverhältnisse waren sehr eng. Nach dem Verrichten der Morgentoilette gab’s Zmorge und nach guter Stärkung verschob sich die Reisegesellschaft per Car in die Südtiroler Hauptstadt. Unter kundiger Führung von Stefan Renzler genossen wir eine interessante Führung die im Dom nach stündiger Dauer zu Ende ging. Diesen sakralen Raum benutzten wir um die Sonntagsmesse vorzuziehen und liessen «Herrgott mier stahnd vor Dier» und den «Bätruef-Juiz» erklingen. Ganz erhaben und feyrlich hed’s teend. Ufem Walther-Platz hemmer die warmi Herbscht-Sunne gnosse, es Kaffee trunke, dr «Aelggi» und «Bärgarve» gsunge und…fiäberhaft es öffentlichs WC gsuecht, bis die eingeleitete Suche i der nechschte Beiz von Erfolg gekrönt war.  Um die Mittagsstunde fuhr die jodelnde Reisegruppe an den Kalterersee um im Hotel Seegarten, in Eppan zu dinieren.  Nach Fotoshooting statteten wir der Distillerie Walcher einen Besuch ab, wo uns Theodor Walcher den von seinem Vater gegründeten Betrieb, wo acht Mitarbeiter beschäftigt sind und 500′000 Liter produziert werden näher brachte. Die doch etwas langatmige Präsentation mündete in eine viel kürzere Degustation der firmen-eigenen Grappa-Spezialitäten. Nach einer Zusatzschlaufe, will mier susch z’friäh im Schlosshotel Zinnenberg gsi wärid, simmer vor einbrechender Dunkelheit in St. Pauls uisgstiege und hend eys is Café Mondschein zruggzoge. Die genannte Verpflegungsstation konnten wir mit unserem Car nicht erreichen, sodass uns drei Kleinbusse hochfahren mussten. Der Gwölbkeller war fein säuberlich hergerichtet, dass alle am langen Tisch hättid sellä chennä sitzä, doch ganz unvorhergesehen und kurzfristig herrschte Platzmangel. Selbst ist der Mann sagte sich Willy und sorgte eigenhändig, dass die benötigten Sitzplätze zur Verfügung standen. S’Ässä  isch en Uberraschig gsi, hed aber g’mundet und alli hend gnueg ubercho. Midem Dessert isch’s e sone Sach gsi, das hed me etappeweys g’servierd. Zerscht hed’s Bauernkrapfen und Epfuchiächli gäh. (Gwissni Leyt hend uwadlich zuegschlage, ganz nachem Motto: liäber einä gnueg als alli z’wenig…dernah Marroni und zu gueter Letscht..churz vorem Heigah.. sind’s nu midem Edelbrand uifgfahre.) Im Hotäl hed me de nu der Schlummetrunk gnähmiged und isch de friächer als am Vorabig go liggä. (Weitere Auskünfte sind im Internet abrufbar.)
Zitat des Tages: Ich ha d’Pfeyffä ufem Tisch und keinä gmerkt’s.
«Hamsterkauf»?
Im Zeitalter der Sparlampen kommen solche mit dem Silberdraht aus der Mode…meinti mä. Roger ist da anderer Meinung, denn er begab sich in ein Elektrogeschäft und kaufte einen Restposten auf. Gar nid schlächt…uf diä eint Seytä hesch guet kalkuliärd und Spesä  gspart. Anderseyts mues me sich frage: Brennid Lampebirä usem Südtirol lenger oder machid d’Reym heller? Spielt kei Rollä, brennä mend’s und das dend’s.

Gemütliche Heimfahrt am Sonntag
Erwartungsgemäss kam für uns der Abreisetag, sodass neben den obligaten Pflichten das Koffern packen dazu gehörte.  Gesittet, wie es sich für Reisende der Mittelklasse gehört, brachten alle ihr Gepäck zum Sammelplatz, wo Chefspetter Alois Würsch die Ferienutensilien  im Carunterbau verstaute. Um 09.05 MEZ  heulte der Motor auf. Peter Steuri lenkte sein Gefährt ganz behutsam hindersi und brachte es in Fahrtrichtung Nord. Erstes Ziel der rollenden Planung waren die Gärten vom Schloss Trauttmannsdorf in Meran, das Eldorado vo griänä Dümä. Während sich die einen im Latein übten, zogen es andere vor die Rundsicht zu geniessen oder es bitzili z’sünnele. Um die Mittagszeit liessen wir uns nach zügiger Fahrt durch den Vintschgau nach Müstair bringen, wo wir um 13. 20 Uhr im Hotel Münsterhof  von jener Beilage die wir die letzten zwei Tage vermissten, soviel mit Heisshunger essen konnten, bis wir teig waren. Infolge schneebeckter Fahrbahn erfolgte die Heimfahrt nicht über den Ofenpass. Das Duo Steuri/Rohner fand die Rückfahrt durchs Vintschgau über Landeck sinnvoller und so näherten wir uns na-dis-na dem Arlbergtunnel und kamen unserem Ausgangspunkt je länger je näher. Ohne «Zollverzuislete», wo Schnaps- und Likörspürer ihres Amtes walten, konnten wir ungehindert Schaanwald passieren und stiegen für einen Kaffeehalt in der Raststätte Rheintal ein letztes Mal für einen Boxerstopp aus. Leicht verspätet dafür aber wohlbehalten und bestückt mit vielen lustigen Episoden und Eindrücken erreichten wir eppis na de Achtä am Abig s’Dorf am Pilatus.
Zitat des Tages: Da hed’s mee wyssi Dächer, weder Bänker midere wysse Weschte.
Specktransport verlief glimpflich
Der vo Rotz Sepp hed Karreespäck g’chaift und dä, dass är de scheen g’chiält bleybt, im Car-Chiälschrank deponiert. Doch oha lätz. Bim Uissteygä, wo der Chauffeur mehrmals gseid hed, vergässid neyd, isch’s dr Sepp gsi vo nimmä a sey Späck dänkt hed und dä a dr Chiäli liggä glah hed. Bi dr Aitobahnifahrt Sarnä Süd hed är dr Car chennä ahaltä und sey Späck usem Chiäler nä. Das hed mä de halt weme nid a alles dänkt.

Mier dankid
Es Reisli  hemmer duregfiährd
dr Willy hed sie uisgstudiärd
hend g’ässä, g’lached und viel gsungä
diä Reis isch scheen gsi und ai glungä.

Drum nämmer d’Glägäheit jetz wahr
mier dankid im Schofför vom Car
ganz bsunders ai i s’Willy’s Frai
de d’Marietta verdiänd das ai.
und ganz zum Schluss jetz nur nu eis
mier dankid Eych Zwäi fir diä Reis!

Gefreutes Singen am Eidg. Dank- Buss- und Bettag in Stansstad

September 18, 2011 – 6:25 pm

An der dritten Jodlermesse in Serie erbrachten die Hergiswiler Jodler eine überzeugende gesangliche Gesamtleistung in der Stansstader Pfarrkirche und wussten zu gefallen. Gemeindeleiter Arthur Salcher, seines Zeichens Präses der Nidwaldner Kirchenchöre, zeigte sich ergriffen und zollte grosses Lob mit seinem Zitat: Sie haben wirklich ganz schön gesungen, es war eine Freude Zuhörer sein zu dürfen.
Ä Jodlermäss zum Bättag isch scho nu eppis Speziells und vermag z’begeischtere, nid nur als Interpret nei ai als Chilägänger. Es uberchund eim es eigets Gfihl vo Dankbarkeit, vorallem darum will mier imene wunderscheenä Land derfid derheime sey, wo Fräid, Friede, Sicherheit und Wohlbefinde nu einigermasse spürbar sind. Und wemä sich vertruiensvoll mid «Herrgott mier stand vor Dier» a diä heecher Macht darf wände, de isch es doch wahrhaftig es Gschänk Schweyzer derfä z’sey.

Suchet den Herrn, solange er sich finden lässt..
führte Salcher aus und feierte mit uns diese besinnliche Feierstunde ganz diesem Satz entsprechend und der Hoffnung, dass wir uns auf dieser Suche befinden. Anstelle des bisherigen Hirtenbriefes der Schweizer Bischöfe erzählte der Prediger die Geschichte vom Gutsbesitzer, der seine Arbeiter, egal wie lange sie garbeitet hätten mit gleichviel Lohn entschädigte. Er erwähnte auch «Gleicher Lohn für gleiche Arbeit» und fügte an, dass dies in der heutigen modernen Arbeitswelt ir-relevant sein und nicht oder nicht mehr zutreffe.  Wir alle haben eine Chance arbeitsmässig bestehen zu können, den einen gelingts und anderen nicht. Die Vorsehung  macht da keine Unterschiede, sie garantiert diese eine Chance jederzeit, wenn wir daran glauben, sagte Salcher abschliessend.

Eindrückliche Jodlerklänge
Ob «Älggi-Juiz» und «Bärgandacht» oder «Heilig», «Kamerade-Juiz»,«Bevor mier ufe Heiwäg gahnd» und «Jahr y, Jahr uis» man war echt bemüht gehörfällige und differenzierte Vorträge zu bieten und im Bewusstsein das Beste gegeben zu haben, verliessen wir «nach getaner Arbeit» ganz z’friedä den Chorbereich der Stansstader Pfarrkirche. Ohne die Leistung des Kollektivs zu schmälern, so verdient die exzellente Interpretation vom Solo im «Bätruef-Juiz» durch Urs Blättler besondere Erwähnung. Erhaben, feierlich, wohlklingend und ausdruckstark ertönte diese Sequenz. Uisgezeichnet hed är’s gmacht, dr Urs.

Besuch aus Trier
Eine jahrelange gute Verbindung pflegen die Rohner’s von Sarnen mit Bewohnern aus Igel bei Trier. So waren es Christa und Walter Hillen  sowie Irma Kugel die dieses Wochenende bei Rohners zu Besuch weilten und sich diesen Kirchgang nicht entgehen liessen. Natürlich wars auch ein freudiges Wiedersehen, denn die vier Tage in Trier
(11. - 14. Oktober 2001) sind und bleiben unvergesslich.
Mit diesem Auftritt ging die diesjährige «Jodlermess-Saison» zu Ende.

Am Rande notiert:
Richard der Pechvogel: Dr arm Teyfu isch uf dr Fahrt zum I-Singä vom Päch verfolgt gsi. Uf dr A-Fahrt nach Stansstad hed är ä Plattä i-gfange und drum a seym fahrbarä Undersatz ä Radwächsel vornäh.

Zitat des Tages:
«Wenn der Bass bi dr «Bärgandacht» drinä trohled, de traimt är». Das cha-n-ai i de andere Register passiärä, wenn sie nid konzentriärt sind und i dr dritte Strophe nachem Herrgott (Paise) hesch Dui d’Wält scheen gmacht, drinä-rasslid.

Chapälä-Jubiläum uf Fräkmünt

September 11, 2011 – 6:15 pm

Seit jeher wird alljährlich am zweiten Septämber-Sunntig der Einweihung der Fräkmünt-Kapelle gedacht und dieser Tag jährte sich heuer zum fünfzigsten Mal.  Der Stiftungsrat hatte sich vorgängig mit diesem Jubiläum befasst und beabsichtigte ein kleines Fest in würdigem  Rahmen abzuhalten. Es entsprach genau den Vorstellungen.

Versöhnung als Thema
Viel Volk, ob Bärglerfrind, Wanderer oder Freund/Freundin der Kapelle hatte sich zu dieser Feierstunde eingefunden, verharrte in Andacht liess sich von den Worten des Pfarrers oder unseren Vorträgen «berieseln» und feierte mit. Einleitend meinte der Pfarrer: Hit ha-n-i en eifache Job, einerseyts darf ich s’heilig Opfer feyrä, darf Moderator sey und em eintä oder andere s’Wort erteilä. Als Ileitig zu dieser Feierstunde meine Urs: Im Friede midenand läbä, seyg das i dr Familie, i dr Gmeind, i Dorf und Land isch nid eifach, will’s Reybereijä gid. Mier alli, so der Pfarrer, derfid aber  Gressi und Giäti vo eysem Schepfergott erfahrä, wo’s meglich macht, dass irgend wenn der Zeytpunkt chund anänand dend vergäh. I dem Sinn und stellverträttend fir alli armä Sinder hend mier «Herrgott, mier stahnd vor Dier» gsunge.

Die etwas andere Predigt
Nach Lesung und Evangelium schlug die grosse Stunde von Stiftungsratspräsident Gusti Zibung, der in groben Zügen die Entstehung dieser Kapelle schilderte. So sollen sich 1952 ein paar Personen gefunden haben, die auf Fräkmünd eine Kirche bauen wollten. Zu diesem Zweck gründeten sie den Kapellbauverein, hielten jährlich eine GV und begannnen Geld zu sammeln. Am 25. September 1960 legten sie den Grundstein und begannen mit dem Bau, der innerhalb von zwei Jahren fertiggestellt werden konnte. Die Kosten beliefen sich auf Fr. 142′000.-. (Vergleich dazu: Die Sanierung vor drei Jahren kostete fast gleich viel.) Baumeister Guidali, der  das Mauerwerk erstellte wandte sich an den Fräkmündwirt, der für Kost und Logis folgende Offerte unterbreitete:
Morgenessen:   1.60
Mittagessen:     3.20
Nachtessen:      2.40
Strohlager:        -.80  mit 2 Wolldecken. Dies ergibt ein Logistotal von Fr. 8.-
Dabei gaben sie Gewähr, die Preise bei angenehmer Unterkunft und guter Verpflegung tief zu halten, wie zur Zeit beim Bau der Luftseilbahn. (S’hed friächer also scho edli Spänder gä.)
Ganz erhaben ertönte der «Bätruef-Juiz», sehr differenziert erklangen das «Heilig» und «Bärgkristall» als Kommunionsbegleitung. Gut gelang auch das Segenslied «Bevor mier ufe Heiwäg gahnd» und «Bärg-Arve» bestätigt’s immer wieder, denn:  Wenn ai zäch und voller Eggä eysi Schweyzermanne sind, so isch s’Land und s’Schweyzervelchli
em Herrgott s’liäbschti Chind. S’leyd sehr viel Wahrs i denä Wort.

Glungnigi Chapälä-Chilbi
Wenn ai na Chiles kei Musig uifgspielt hed, so isch ä gueti Stimmig uifcho. Mä hed sich bi guetem Wey prächtig underhalte und uf diä feinä Älplermagrone à la Hängifäldmannschaft gwartet, wo wirklich wältmeischterlich zuebereitet worde sind. Sie sind eso guet gsi, dass me gärä-n-isch es zweits Mal go fassä. Es guet gstampfes Schwarzes mid heiligem Wasser usem Chachili hed de dä Chilägang zur nachmittägliche Stund abgrundet.
Fazit vo dem Uiftritt i der Alpewält vom Pilatus: Mier hend, ohni z’ubertreybä, ä sehr gueti gsanglichi Leischtig abgliefered, wo d’Chilägänger mid grossem Applais verdankt hend, wo Balsam isch fir eyses Jodlerhärz.