Echo vom Pilatus

Hergiswil am See

  

 

1. Benefizkonzert Sonntag, 1. Dezember 2024, 15.00 Uhr Kollegikirche Sarnen

Ein geglückter Auftakt!
«Mach hoch die Tür, die Tor macht weit», ist Silvia Windlins Konzertreihe übertitelt, die sie bereits zum dritten Mal organisert. Ihre drei Chöre Alpnach, «Echo vom Pilatus» Hergiswil und die Jodelgruppe Chriensertal Kriens waren ebenfalls wieder mit dabei. Das Grusswort überbrachte die Obwaldner Finanzdirektorin Cornelia Kaufmann - Hurschler.

Liebe Gäste, liebe Freunde der Musik und des guten Zwecks
Geschätzte Jodlerinnen und Jodler
Liebe Silvia Windlin als Organisatorin der Konzertreihe

Es freut mich sehr, dass Sie sich heute, am ersten Advent, so zahlreich auf den Weg in die Kollegikirche Sarnen gemacht haben und ich sie hier willkommen heissen darf.
Heute Nachmittag sind wir aber nicht nur wegen der schönen Jodelklänge hier. An der Benefizkonzertreihe wird für das Kinderspital Luzern, die Kinderspitex Zentralschweiz und die Theodora-Stiftung zugunsten von krebskranken Kindern gesammelt.
Gerade bei Kindern ist eine Krebserkrankung meist eine völlig unerwartete Diagnose, von der die ganze Familie stark betroffen ist. Zur eigentlichen Erkrankung hinzu kommt auch die riesige mentale und psychische Belastung, auf die man sich kaum vorbereiten kann.
Für die betroffenen Kinder ändert sich auf einen Schlag auch ihr gewohnter Tagesablauf und ihre Umgebung. Plötzlich steht nicht mehr das «Kindsein» mit Spielen, Lernen, Freunden und Familie im Fokus, sondern die Behandlung.
Die heutige medizinische Entwicklung lässt zwar in vielen Fällen auf eine Genesung hoffen – noch besser aber sind die Chancen auf eine Besserung, wenn die Kinder auch mental unterstützt werden. Genau in solchen Situationen kommen zum Beispiel sogenannte Spitalclowns oder – wie sie bei der Stiftung Theodora heissen – Traumdoktoren zum Einsatz. Erst vor kurzem konnte eine Studie die heilende Wirkung von solchen Unterstützungen auch wissenschaftlich bestätigen. Durch die regelmässigen Besuche der «Traumdoktoren» wird den Kindern ein Teil der Schwere in ihrer Situation genommen. Die den Kindern individuell angepassten Momente sorgen für Abwechslung, ein wertvolles Lachen und helfen ihnen dabei, in ihre kindergerechte Welt der Fantasie und des Spielens zurückzufinden.
Eine andere, ergänzende Unterstützung bietet die Kinderspitex Zentralschweiz. Durch ihre Pflegeeinsätze zu Hause ermöglichen sie es, dass betroffene Kinder im eigenen Bett schlafen und trotz Krankheit in ihrem vertrauten Umfeld leben können. Ebenso sorgen sie für eine Entlastung der Familie und helfen dabei, den in solchen Situationen oft schwierigen Alltag zu meistern.
Ist die Pflege zu Hause nicht möglich, oder ist ein Eingriff nötig, so steht das Kinderspital Luzern zur Verfügung und nimmt bei der Versorgung eine unverzichtbare Rolle in unserer Region ein. Das Kinderspital ist bemüht, die Kindermedizin auch ausserhalb der eigentlichen Grundversorgung zu fördern. So setzt es sich in verschiedenen Projekten dafür ein, die Infrastruktur, die individuelle Begleitung der Kinder und die medizinische Innovation zu fördern.
Alle drei Organisationen übernehmen sehr wertvolle und wichtige Arbeit, die nur dank dem grossen Einsatz ganz vieler Personen möglich ist. Deshalb danke ich der Organisatorin des Benefizkonzerts, allen Jodlerinnen und Jodlern und weiteren Helferinnen und Helfern im Hintergrund für den heutigen Anlass. Es ist eine super Sache, dass ihr diesen ermöglicht habt und euch für die Unterstützung kranker Kinder einsetzt. Bevor wir jetzt gemeinsam das schöne Konzert geniessen, mache ich Sie bereits jetzt darauf Aufmerksam, dass am Ende eine Kollekte stattfinden wird. Stellen sie sich dabei vor, jede Spende ist wie ein Jodelruf. Je grösser die Spende, desto schöner der Klang. Und denken sie daran: Ihre Spende ist wie ein Echo in den Bergen – sie kommt zurück! In Form von glücklichen Kinderaugen, besserer Betreuung und unvergesslichen Momenten für kranke Kinder.

Vielen Dank und viel Freude beim Konzert!