Echo vom Pilatus

Hergiswil am See

  

 

Einisch mee, a Fronleychnam hed mä eys jodlä gherd und gseh

Vorerst etwas zur Bedeutung dieses Festes. Am 2. Donnerstag nach Pfingsten feiert die katholische Kirche Fronleichnam. Das Wort «Fronleichnam» leitet sich vom mittelhochdeutschen «vrône lîcham» für «des Herren Leib» ab. Offiziell heisst der Festtag «Hochfest des Leibes und des Blutes Christi». In festlichen Prozessionen wird in einer Monstranz der Leib Christi durch die Straßen getragen. In diesem Jahr fällt Fronleichnam auf den 08. Juni.

S’hed friäh us de Fädere gheissä, will am Achti Isingä aagseid gsi isch. Hibschili hemmer eys de uf dä Uiftritt vorbereitet und sind de uf diä viertel vor neyni parat gstandä, sodass sich diä Prozässion na dä neynä i Bewegig gsetzt hed. S’hed weder Kaffee nu Gipfili im voruis gäh, sodass mä sälber hed miässä luegä, gnueg z’trinkä biä sich z’ha, will im Takt mitmarschiärä isch nid emal so eifach. So sind ai miär mitgluffä und hend i der Glasi unnä s’Chilävolch mid «Alpmorgä» begriässt. Und de hemmer sogar Vorbildfunktion uisgiäbt. Will keini Textblettli vo de Chiläliäder umä gsi sind hed eis Exemplar vo s’letscht Jahr i der Bluisätäschä vomene Zweittenerler sehr wärtvolli Diänscht gleischtet und’s meglich gmacht, dass «Lobe den Herren den mächtigen König der Ehren» hed chennä mitgsungä wärdä.
I feyrlicher Prozässion simmer de zum Platz vorem Chiläzentrum gluffä und hend dett «I Bärg und Fliäh» vortreid. Ufä «Bätruefjuiz» hemmer verzichtet. Vor der Chilästägä isch de «Mid deym Sägä» nu vortreid wordä. Na Chiles hed’s Apero gäh, mä hed gsprächled, dä herrlich Sunnätäg gnossä und hed sich de na-dis-na wieder zruggzogä und dä Fronleychnamstag la uisklingä.
Chilägänger hend Fräid ai eysem Gsang gha und verschiedentlich hed mä chennä gherä: Scheen hendr gsungä und s’hed ganz gued teend.