3. Benefizkonzert in der Franziskaner - Kirche Luzern Sonntag, 17. Dezember, 15.00 Uhr
Eindrücklich - melodiös - emotional mit nachhallender Wirkung!!
Die dritte und zugleich letzte Ausgabe dieser Konzertreihe ging bei den Zuhörern wie auch den Interpreten förmlich unter die Haut. Feierliche Stille lag über dem Sakralraum, als um 15.00 Uhr die Interpretinnen und Interpreten gemächlichen Schrittes durch das Kirchenschiff dem Hochaltar entgegenliefen. Unmittelbar danach nahmen die Chrienserfrauen Aufstellung und entboten ihre ersten beiden Vorträge. Ihnen folgte der Jodlerklub Alpnach und danach das «Echo vom Pilatus».
Der zweite Konzertblock ergab dasselbe Prozedere, in den auch das gesprochene Begrüssungs- und Dankeswort von der Luzerner Gesundheitsdirektorin, Frau Regierungsrätin Michaela Tschuor, integriert war. Die sympathische Persönlichkeit, seit Juli 2023 im Amt, richtete sehr gewählte Worte an die Konzertbesucher und berichtete aus ihrem Politalltag, wo sich alles um die Gesundheit dreht. Sie bedankte sich bei all’ jenen Personen, die sich mit Herzblut Tag für Tag und mit grosser Hingabe um das Wohl der Patienten kümmern und auf diese Weise versuchen, den kürzeren oder längeren Spitalaufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten.
Kinderzeit - Weihnachtszeit
In ihrer Rede erinnerte sich die Rednerin vorerst gerne an jene Zeit zurück, wo sie jeweils ohne Sorgen und unbeschwert sein konnte und voller Hoffnung und Freude auf das anstehende Weihnachtsfest sein durfte. Unbeschwert aufwachsen zu dürfen, das erst macht das Kind-Sein aus. Leider ist es aber nicht allen Kindern vergönnt unbeschwert aufwachsen zu können, denn Krankheiten wie Krebs machen leider auch nicht vor den Jüngsten in unserer Gesellschaft Halt. Und weiter fuhr sie fort: « Die Arbeit mit kranken Kindern ist anspruchsvoll – insbesondere emotional» Hier flocht die Magistratin einen Dank an alle behandelnden Ärztinnen und Ärzte und Mitarbeitenden des Kinderspitals ein. Denn sie müssen stets professionell sein und sorgen für eine hervorragende medizinische Behandlung unserer Jüngsten. «Gefordert sind aber auch die Behörden, die Verantwortlichen in den Spitälern und in den Institutionen, damit auch die jüngsten Patientinnen und Patienten Zugang zu einer medizinischen Versorgung haben, die auf sie zugeschnitten ist» sagte Frau Tschuor. Dafür steht auch die Stiftung Zukunft Kinderspital Zentralschweiz. Sie hatte das Glück, Stiftungsrätinnen und Stiftungsräte kennenlernen zu dürfen und war unglaublich beeindruckt, mit wie viel Engagement sie sich für das Kinderspital einsetzen. Kritisch merkte sie an: «Wir leben in einem der reichsten Länder Europas, wenn nicht im reichsten der Welt, und wir schaffen es leider immer noch nicht, unsere medizinischen Leistungen für unsere Jüngsten kostendeckend zu finanzieren. «Wir sind daher angewiesen auf private Stiftungen», sagte Frau Regierungsrätin! Die Stiftung Kinderspital Zentralschweiz fördert als private Initiative den Neubau und die Weiterentwicklung der Medizin am Kinderspital Zentralschweiz, das Tür an Tür zur Frauenklinik gebaut wird. Es entsteht ein modernes Perinatalzentrum mit Geburtshilfe, Neonatologie und einer Neugeborenen-Intensivstation. Die Qualität der Gesundheitsversorgung in der Zentralschweiz bleibt damit auch für die Zukunft gesichert. Ebenfalls einen ganz wichtigen Beitrag leistet die Kinderspitex Zentralschweiz. Sie pflegt schwer kranke Säuglinge, Kinder und Jugendliche, die an Krankheiten leiden und auf eine medizinische Behandlung angewiesen sind oder die nach einem Unfall und chirurgischen Eingriffen spezielle Pflege benötigen. In solch schwierigen Situationen ist es umso wichtiger, dass die jungen Patientinnen und Patienten im eigenen Bett schlafen, den Kindergarten oder die Schule besuchen und in ihren Familien bleiben können. Die Kinderspitex Zentralschweiz ermöglicht es also den Kindern, ein zumindest teilweise normales Leben in ihrer vertrauten Umgebung führen zu können. Der Reinerlös geht zu Gunsten der kranken respektive krebskranken Kinder im Kinderspital Luzern, an die Kinderspitex Zentralschweiz sowie an die Theodora-Stiftung. Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie viel Gutes, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer. Sie tragen dazu bei, dass Kinder, die in einer schwierigen Situation sind, bestmöglich aufgehoben sind und gut betreut werden.
Tschours Äusserungen wirkten sehr glaubhaft und stiessen auf offen Ohren und offene Hände.
Diese Geste der Solidarität beinhaltete auch die 2. zu Ende gegangene Konzertreihe, die Silvia Windlin mit ihren drei Chören inszenierte. Die rund 60 Frauen und Mannen erklärten sich spontan bereit, dieses Projekt zu unterstützen und ohne Gage aufzutreten.
Mit grossem Sachverstand, Idealismus, Pflichtbewusstsein und Engagement realisierte Silvia Windlin diese drei Konzerte im Alleingang. Damit erbrachte sie eine bemerkenswerte Leistung, die seinesgleichen sucht und zur Nachahmung empfohlen werden kann. Hierfür gebührt der pensionierten Pädagogin ein ein ehrliches und herzliches Vergelt’s Gott!!