Wenn «Chächi Mannä» tagä dend
Am Freitagabend 16. Dezember 2022 traf sich die Hergiswiler Schwingergilde zur 77. GV im Glasirestaurant Adler. Dabei stand die erfolgreiche Durchführung des Innerschweizerischen Schwingfestes vom 3. Juli auf dem Herdern-Areal in Ennetbürgen, mit der Schwingersektion Beckenried zusammen, nochmals im Mittelpunkt.
Es ist in der langen Geschichte der Hergiswiler Schwinger eher selten, dass sie ihre Generalversammlung amene Freytigabig abwicklid, Das tued im Prozedere vomene Verein uberhaipt keinen Abbruch, es ist sogar vorteilhafter. Denn die Weihnachtseinkäufe am Samstag, nehmen bekanntlich sehr viel Zeit in Anspruch und wemä de am Abig nu anä Versammlig sett, cha, darf, will oder mues de gid das es Ghetzt und so isch das am Freytigabig gäbiger.
Mideme Apero hed diä Tagig ihre Afang gnu, ehe wir mit «Bärgarve» um 19.00 Uhr die Eröffnung vornahmen. Im Anschluss übernahm Reto Blättler das GV-Zepter und begrüsste die rund 60 Anwesenden. In seinen Voten streifte er nochmals die schwingerischen Höhepunkte allen voran , das ISAF in Ennetbürgen und das defizitäre ESAF von Pratteln. Leider musste er auch Linus Fesslers Rücktritt aus der Aktiv-Schwingerszene vermelden. Mit dem 16-jährigen Davide Oswald verfügt Hergiswil weiterhin über einen Aktivschwinger. Aufbruchstimmung herrscht auch auf dem Nachwuchssektor. Momentan sind 22 Buebe und Meitli im Schwingkeller anzutreffen und errangen an den verschiedenen Jungschwinget bereits beachtliche Erfolge. Ein stilles Gedenken galt den verstorbenen Schwingerfreunden, das wir mit dem «Älggi-Juiz» umrahmten.
Rentables ISAF
OKP Peter Keller zog eine positive Bilanz über das leicht abgespeckte ISAF in Ennetbürgen, dass nicht wie zuerst geplant auf dem Buochser Flugplatz-Areal ausgetragen wurde. Auch wenn diesem Grossanlass eine mustergültige Organisation durch die Sektionen Hergiswil und Beckenried, zu Grunde lag, so wurden die Finanzen restriktiv im Visier gehalten, was sich letztlich als kluger Entscheid erwies, sodass die Klubkasse der Hergiswiler einen fetten Batzen einstreichen konnte.
Für Kassier Philipp Mops Niederberger war es natürlich ein freudiger Moment über schwarze Zahlen zu berichten. Der Jahresbeitrag beträgt weiterhin 15 Franken. Im Übrigen sei erwähnt, dass sich das ISAF-OK den fleissigen Helfern gegenüber sehr grosszügig zeigte und ihnen zehn Franken pro Stunde am ISAF ausbezahlte.
Umbruch im Vorstand
Das Wahlgeschäft ergab folgende Resultate: Reto Blättler bleibt für ein Jahr amtierender Präsident. Als neuen Vizepräsidenten stellt sich Yves Seiler zur Verfügung, derweil die bisherige Sandra Schrägle als Kassierin amtet. Als Beisitzer (neue Vorstandsmitglieder) konnten Lynn Arnold, Daniel Aregger und Roger Keller gewonnen werden. Der, vielleicht überraschende aber weitsichtige Entscheid ist richtungsweisend, dass die Ämter im vorberatenden Gremium besetzt werden können und einen Fortbestand garantieren. Weitere Veränderungen bei den Chargierten gab es keine.
Philipp Mops Niederberger und Peter Keller erlangten die Ehrenmitgliedschaft. Für die beiden Geehrten sangen wir «Ä gschänktä Tag. Mit dem «Lopper-Juiz» ging diese speditiv geführte GV nach zweistündiger Dauer zu Ende. Genüsslich durften sich die Tagenden im Anschluss dem offerierten schmackhaften Nachtessen hingeben und zu später Stunde, nach dem Geniessen von drei Kaffeerunden gut gestärkt den Heimweg antreten.