Echo vom Pilatus

Hergiswil am See

  

 

105. Delegiertenversammlung des Eidgenössischen Jodlerverbandes, Samstag, 9. März 2019 in der Mehrzweckhalle Ebnet Escholzmatt

Bereits zum 10. Mal tagte der «Eidgenoss» der Jodler, Fähnler und Alphornbläser unter der Leitung von Karin Niederberger. 548 Personen wohnten den Verhandlungen bei. (In Anbetracht des zusätzlichen Traktandums 6f: neues Verbandsorgan, wies die Tagung etwas mehr Teilnehmer als sonst auf). Die Verbandskasse weist einen satten Reingewinn aus.  Peter Portmann Sarnen wird mit dem Stuker-Legat ausgezeichnet und Michel Huser, Ueli Kämpfer, Amadé Leiggener und Antje Burri heissen die neuen Freimitglieder.

Zu Beginn der Versammlung, die um 10.30 Uhr begann entbot die Entlebucher Alphornbläservereinigung heimelige Klänge ehe die Tagenden unter dem Dirigat von Komponist Edi Gasser «Bärgkristall» vortrugen und Karin Niederberger die Gästeschar begrüsste. In seiner Grussbotschaft gab Regierungsrat Guido Graf offen zu, dass er diesen Besuch besonders hoch werte, weil es ihm ein Herzensanliegen sei, diese Stimmung und ansteckende Fröhlichkeit geniessen zu können. Er fühle sich in dieser Welt ohne Hektik sehr wohl und appellierte eindringlich zu diesem wunderbaren Kulturgut Sorge zu tragen.  Ähnliches besagte auch OKP Fabian Niklaus, der die Region Entlebuch als Kulturschatulle hervorhob und auf das Entlebucher Kaffee angesprochen meinte: Zämärutsche gid warm! (S’hed eppis wahrs dra ga de diä Hallä isch platschvollä gsi und s’hed nur nu ganz wenig freyj Plätz gha).  Ganz sympathisch überbrachte Stefanie Portner die Grussbotschaft der Hornusser und bemerkte dass Informationen der Hornusser über die Online Medien erfolgen sollen, wobei auch ein Print-Medium in Betracht gezogen werde.

Nachwuchsförderpreis
Erstmals wurde diese Auszeichnung an Stefan und Yolanda Segmüller vergeben. In rühriger Weise erklärte Karin Niederberger, die Entstehung  vom Chinderjodlerchörli Mosnang, dessen Fortbestand die Segmüllers als Lebensaufgabe erachten und mit ihnen bis anhin über 300 Auftritte bestritten. Den Wanderpreis, ein Bergkristall aus den Bündner Bergen  finanzierte die  Bündner Regierung in deren Auftrag Reg. Rat Jäger sprach und die Übergabe vornahm. Die Kinder bedankten sich bei den Geehrten mit Franz Stadelmann’s Lied «Es Gschänkli» und einer Zugabe.
Dann wurde die Versammlung bis 13.25 Uhr unterbrochen, wo zu Mittag gegessen werden konnte.  

Therapiestunde mit Anitra Eggler
Was die Frau in ihrem halbstündigen Referat vortrug war hochinteressant und spannend. Sie schilderte wie sehr abhängig Handy’s, Smartphones und dergleichen machen und wie verschwenderisch wir mit damit Zeit  vertrödeln. Und dabei gäbe es sinnvollere Beschäftigung wenn der eigene Gebrauch dieser Gerätschaften drastisch dezimiert würde. Die Effizient wäre um einiges grösser und liesse gewisse zu Nebensächlichkeiten verkommenen Arbeiten attraktiver werden.

Gebühren und Budget
Wie eingangs erwähnt steht der Verband auf gesunden Beinen, so dass die bisherigen Beiträge beibehalten werden können. Gemäss Stephan Haldemann werden jährlich Fr. 100’000 an die SUISA überwiesen und dieser Vertrag muss nächstes Jahr erneuert werden. Haldemann bemängelte, dass es immer noch so difige Leute gäbe, die anstelle des digitalen Formulars eine Kopie aus «vorchristlicher Zeit » und handgeschrieben die aufgeführten Werke einsenden würden, was Mehrarbeit für ihn bedeute. Das Budget sieht einen Überschuss vor.

Die neue Jodlerzeitung kommt
Vorerst zitierte die Vorsitzende Art. 20 der Statuten und eröffnete die Diskussion. Ja und Nein-Parolen wechselten sich ab und Hochrechnungen liessen ein eher knappes Resultat erwarten. Die Abstimmung ergab aber 252 ja zu 109 Nein bei 25 Enthaltungen. Die gebotene Chance will genutzt werden, was soviel heisst, dass Jeder und Jede zu einem Pflicht Abo von Fr. 20.- «verknurrt» wird. Dieses «Muss» löste im Vorfeld keine Freude aus und wird auch im Nachhinein für erhitzte Gemüter sorgen. Und sollte sich der eingeschlagene Weg nicht bewähren, so kann Einhalt geboten werden.  Mit Interesse wird nun das 1. Exemplar erwartet.
Das Jodlerfest 2020 in Basel wird mit Klassierung durchgeführt.
Dem ZSJV wird die Aufgabe übertragen für 2023 einen Festort zu suchen. Hier ist eine Findungskommission am werken, die im Kanton Zug aktiv unterwegs ist.
Heinz Rauchenstein, Lachen wird neuer Rechnungsrevisor.
Peter Portmann, der ehemalige  Sarner-, Zentralschweizer- und eidgenössische Jodlerpräsident, wie auch Stiftungsratspräsident der Robert Fellmann Stiftung erhielt für sein riesiges Schaffen, das Stuker-Legat, ein Zinnkänneli mit der Inschrift «der Treue die Ehre» zugesprochen. Und Michel Huser, Ueli Kämpfer, Amadé Leiggener und Antje Burri  heissen die neuen Freimitglieder des EJV. 
Die 106. DV des EJV wird am 14. März 2020 in Münsingen stattfinden.