Echo vom Pilatus

Hergiswil am See

  

 

95. Delegiertenversammlung des Zentralschweizer Jodlerverbandes Samstag, 30. Janauar 2016 in der Sporthalle des Paraplegikerzentrums Nottwil

Jodler sind luschtigi Leyt scheychid bim Teyfu neyd..heisst es in der 1. Strophe des Liedes «Nachtbuebebsuech» von Hans Aregger. Nachtbüebele hend's nid miässä a dem herrliche Samstignamittag und d'Traktandeleyschtä vo derä Tagig, hed ai nid eso uisgseh als hätt me miässä voremTeyfu Angscht ha. Im Gägäteil sie isch sehr friedlich abgluffä und sämtlichi Gschäft hend Zuestimmig erfahrä.   

Mit Alphornklängen, einem Tessiner Medley, dargeboten von der Gruppe Amici Corno delle Alpi Ticino erlebte diese Tagung einen Südschweizer Auftakt. Die Abarbeitung der Geschäftsordnung verlief zwischenzeitlich etwas langatmig, es gab auch Momente die im Schnellzugstempo behandelt werden konnten. 
Präsident Richard Huwiler vermeldete einen Mitgliederzuwachs von 114 Personen und im Saal befanden sich 483 Delegierte und 120 Gäste. Mit 4094 Personen ist der ZSJV nun zweitgrösster Unterverband.

«Fyyre bi de Tschifeler», das Fest mit Nachhaltigkeit
Auch nach sieben Monaten lebt das Jodlerfest von Sarnen in Erinnerungen weiter. Sarnä 2015 ist en absoluitä Hit gsi. Der von 3500 Aktiven und 65'000 Personen besuchte Anlass war auch ein finanzieller Erfolg, denn er spülte dem Verband Fr. 25'000.- in die Kasse, was sich anstelle eines Defizits in einer schwarzen Null niederschlägt. Obwohl der Verband nicht am Hungertuech gnage mues, ist in Sachen Finanzen Meister Schmalhans zu Gast und erlaubt weiterhin keine grossen Sprünge. Oppositionslos genehmigte der Jodlersouverän die Mitgliederbeiträge pro 2017, (es werden inskünftig neben einem Sockelbeitrag auch Mitgliederbeiträge erhoben), welche die Finanznot es bitzili lindern sollen. (Während der NOSJV Fr. 20.- zahlt und die anderen Unterverbände Fr. 15.-  pro Mitglied anäbletterid, zahlid mier achtzäh Stutz. Füfzäh Frankä chund der EJV uber und mid de reschtlichä drey Fränkli luegt der ZSJV uber d'Rundi z'cho) 

Problemlose Wahlen
Das Wahlgeschäft war eine klare Sache, denn der bisherige Vorstand konnte wiedergewählt werden, der auch weiterhin unter dem Vorsitz von Richard Huwiler tagen wird. Anstelle von Erwin Bühler, Steinhuserberg, führen Markus Riedweg und Annarosa Blatti neu den Robert Fellmann Liederverlag. Anstelle von Hans Schmid, Stans wird Gody Studer sen., Escholzmatt, neuer musikalischer Berater. Joel von Moos beliebt weiterhin als  Unterverbandsberichterstatter und Hans Küchler, Sarnen übernimmt den Rechnungsrevisorenposten von Urs Blättler, der nach sechs Jahren aus dieser Funktion scheidet.

«Ächt Äntlibuech»
Auf überaus sympathische Art, ja sogar sehr profihaft mit Stargast Veri alias Kabarettist Thomas Lötscher, warben die Trägerverein JK Schüpfheim, Fontanne-Chörli, JK Flühli und Echo Sörenberg für den kommenden Verbandsanlass im Biospährenreservat und versprechen ein Fest, das in die Geschichte eingehen wird. Dass die Entlebucher keine «Chnebugrinde», sondern ein festfreudiges Volk sind und eppis ufem Decku hend, haben sie mit diesem Fest bereits 1969 an gleicher Stätte eindrucksvoll bewiesen, denn man spricht noch heute davon.

Das «Eidgenössische» 2017 in Brig-Glis und Horw 2019 sind in Planung. 2018 ist fraglich
In der Zeit vom 22. - 25. Juni 2017 wird die Oberwalliser Hauptstadt Brig nach 30 Jahren erneut Austragungsort des «Eidgenössischen» sein. Nähere Einzelheiten sind noch nicht bekannt. üssert dass schi gnüeg Betteni hey und der Wysswy zum laffe bereit steit. Es heisst eifach: chum zu isch wier fräie-n-isch.
Fast ähnlich tönt es unweit von Hergiswil ennet dem Haltiwald, womä es rüüdigs Jodlerfäscht planed. Einzelheitä sind nu keine bekannt aber gemütlcih wird's ganz sicher.
Was sich 2018 zutragen wird, steht in den Sternen, denn es liess sich trotz Verhandlungen bis dato kein Organisator finden. Der Vorstand hat nun die Kompetenz erhalten, eine geeignete Kandidatur zu suchen und die Festorganisation zu vergeben. Kein einfaches Unterfangen.

Freimitgliedschaft für «Poscht-Sepp» Josef Barmettler
Der heimelige Buochser Jodler «Poscht-Sepp» Josef Barmettler, der in seiner 33-jährigen Karriere 12 Jahre Buochser Jodlerpräsident und 13 Jahre UJV-Obmann war, wartete verschiedentlich auch mit kompetenter Arbeit zu Gunsten des Verbandes auf und leistete Grosses für die Jodlerbewegung. Er erlangte zu Recht die Freimitgliedschaft des ZSJV. Die Unterwaldner Jodlervereinigung unterstrich die Verleihung dieser Würde an ihren Ehren-Obmann mit einem Spontanständchen in Form vom «Waldlüftler» einem Naturjodel.
Nach dem Nachtessen folgte die Ernennung der Ehrenveteranen und Ehrenveteraninnen, Veteranen und Veteraninnen. Für 50-jährige Mitgliedschaft im Eidg. Jodlerverband, sind die beiden ehemaligen Hergiswiler Vorjodlerinnen Emmy Agner und Miggi Niederberger, die aktiven Stanser Jodlerbuebe Theo Odermatt und Sepp Mathis, sowie Fahnenschwinger Hans Tresch in diesen Kreis aufgenommen worden. Etliche Personen erfuhren Ehrung für 25-jährige Verbandsmitgliedschaft und nun den Status Veteran Veteranin tragen. Darunter befindet sich auch die Hergiswilerin Bernadette Wicki.
Am 28. Januar 2017 wird sich das Zentralschweizer Jodlervolk zu seiner 96. Tagung in Küssnacht am Rigi treffen.

 

 

 

 

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