Echo vom Pilatus

Hergiswil am See

  

 

Delegiertenversammlung der UnterwaldnerJodlervereinigung Freitag, 25. November 2016 in Engelberg

Leicht getrübter Jodlerhimmel

Die Jahresversammlung der Unterwaldner Jodlervereinigung (UJV) hiess alle Geschäfte gut. Ihr Fortbestand lässt aber Sorgenfalten aufkommen. Der jubilierende Jodlerklub Engelberg, der unlängst sein 75-jähriges Bestehen feierte, lud zu dieser Zusammenkunft, die mit rund 100 Personen einen guten Besuch aufwies. Erstmals zog Obmann Walter von Wyl Bilanz über sein Amtsjahr und äusserte sich zu den Geschehnissen der vergangenen Tage. Er schaute auf ein ruhiges Verbandsjahr zurück, das keine Probleme in sich barg. Seinen Aussagen zufolge zei-tigten die Jodlerfestbesuche in Gossau, Schüpfheim, Steffisburg und Rothrist mit Unterwald-ner Beteiligung erstklassige Erfolge in allen Sparten. Sie sind Abbild von solventer Probenar-beit der Dirigenten und lückenlosem Probenbesuch der Klubmitglieder. Nicht unerwähnt blieben die neuzeitlichen Auftritte hiesiger Jodlerklubsmit «Golä» und «Wiudä Bärg» vor gefüllten Rängen. Trotz einem Minus von Fr. 370.- bleibt man finanziell auf Kurs und die Chargierten in der Obmannschaft bleiben in ihren Ämtern.
UJV ?...ja aber
An der kürzlich einberufenen Dirigenten- und Präsidentensitzung sind Sinn und Zweck der Vereinigung offen diskutiert worden. Die ganze Pro-blematik ist nicht unbekannt weilFeststellungen ergaben, dass das Vereinigungsleben seinen gewohnten Lauf nimmt und einfach so dahinplätschert. Eine Wiederbelebung täte not, die Frage ist nur wie. Rückblickend muss erwähnt werden, dass Anlässe, die der Kameradschaftspflege dienten wegen vermehr-tem Klub-Engagement und mangelnder Beteiligung abgeschafft worden sind. Die Besetzung von Vorstandsposten ist mit Schwierigkeiten verbunden, zumal Bewerber Mangelware sind. Das Gleiche betrifft die Übernahme für die Austragung eines weiteren Naturjodelkonzertes. Und nicht zuletzt sind es auch die drastisch veränderten Bedingungen am Arbeitplatz und Lebensgewohnheiten, die die Freiräume noch enger werden lassen. Dazu bemerkte die Kurschefin ZSJV Patricia Dahinden ganz treffend: «Es gibt's nichts Gutes ausser man tut es». Und meinte weiter: Floskeln wie: «Man müsste, sollte, oder könnte, nützen nichts, der «Wir-Effekt» muss zum Tragen kommen weil er klare Verhältnisse schafft und alle angeht.» Die Obmannschaft will nun anhand einer Repräsentativumfrage den Puls an der Basis fühlen, mit der Hoffnung, der Vereinigung neue Impulse verleihen zu können, damit sie an Attraktivität gewinnt. Verpflichtende Wirkung muss auch  die Pflege des Unterwaldner Naturjodels haben. Mit einem speziellen Kursprogramm soll dieser traditionellen Gesangsart Nachhaltigkeit verschafft werden.
Ehrungen und Projekte
Vier Personen erlangten zu Jahresbeginn für ihre 50jährige Verbandszugehörigkeit zum EJV (Eidgenössischer Jodlerverband) den Ehrenvetarnenstatus. Für 25 jährige Mitgliedschaft sind etliche Mitglieder zu Veteranen ernannt worden.
Im Rahmen des Gedenkjahres «600 Jahre Bruder Klaus» soll ein Jodlerbeitrag entstehen. Dieses Projekt, von Bernadette Kaufmann, Bürg-len/OW ins Leben gerufen, sieht am 13. August 2017, einen Sternmarsch mit Gedenkfeier im Ranft vor. Fredy Wallimann lanciert am 10. Juni 2017 eine Jodlerwanderung im Gebiet Nie-derrickenbach/Musenalp und lädt am 12. Juli zum beliebten Naturjodelabig auf Klewenalp ein.
 

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